FRANKFURT (Dow Jones)--Deutschland und die Europäische Zentralbank (EZB) streiten einem Pressebericht zufolge über eine Garantie in Höhe von 35 Milliarden Euro. Das Geld hatte der Rettungsfonds EFSF der EZB zur Verfügung gestellt, um Risiken während der Umtauschaktion für griechische Staatsanleihen im März abzudecken. Bei der Sitzung der Eurogruppe am Montagabend haben Deutschland und die EFSF nach Informationen der Financial Times Deutschland die EZB aufgefordert, die 35 Milliarden Euro an die EFSF demnächst zurückzugeben. Die Operation sei schließlich wie geplant gelungen. Mit teilweisem Zahlungsausfall (Selective Default - SD) seien nur noch ein paar Anleihen unter internationalem Recht bewertet, und die müsse die EZB ja nicht als Sicherheit annehmen.
Die Zentralbanker haben dem Bericht zufolge allerdings Vertragsklauseln ausgemacht, nach der sie die Sicherheit behalten dürfen, so lange es noch SD-Papiere gibt - insgesamt bis zu zehn Monate. Die Mehrzahl griechischer Anleihen hat wieder ein normales Rating und darf von der EZB als Sicherheit akzeptiert werden. Das sei angesichts der unsicheren politischen Lage in dem Land auch gerechtfertigt, argumentierte die EZB laut Teilnehmern. Die deutsche Seite finde das "unverhältnismäßig", zumal es bei den noch unsicheren Anleihen um höchstens 6 Milliarden Euro gehe. Auf EZB-Seite hieß es der Zeitung zufolge, die Bundesregierung stehe offenbar unter Druck des Bundestages.
DJG/apo
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May 16, 2012 00:25 ET (04:25 GMT)
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