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"Grexit" immer wahrscheinlicher | ||||||||||||||||
| Die Folgen eines möglichen Griechenland-Ausstiegs sind ungewiss. Nun ist es in trockenen Tüchern: Am 17. Juni wird es in Griechenland Neuwahlen geben. Somit steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Hellenen tatsächlich die Eurozone verlassen müssen. Grund: Prognosen zufolge könnte die linksradikale Partei Syriza, die die Sparzusagen an die Troika wohl nicht einhalten würde, stärkste Kraft im Parlament werden. Ein Griechen- Exit, der in Fachkreisen mittlerweile als "Grexit" bezeichnet wird, könnte fatale Folgen haben - und zwar sowohl für Griechenland selbst als auch für den gesamten Euroraum. Zwar könnte die Eurozone einen Ausstieg Griechenlands sicherlich verkraften, schließlich steuern die Hellen nur rund 2 Prozent zum EU-BIP bei. Kaum vorhersehbare Folgen Ein sehr viel größeres Risiko ist jedoch die Gefahr, dass Investoren in der Folge eine Ansteckung anderer Länder befürchten, sodass ein kaum zu kalkulierender Dominoeffekt mit ungewissem Ausgang in Gang kommen könnte. Am Mittwoch stieg bereits der Risikoaufschlag zehnjähriger Anleihen aus Spanien gegenüber Bundesanleihen auf knapp 5,1 Prozent - und erreichte damit ein so hohes Niveau wie niemals zuvor. Auch die Renditen italienischer Bonds sind wieder kräftig angestiegen. Der Euro, der bereits in den vergangenen Tagen gegenüber dem Dollar abwertete, könnte bei einem "Grexit" ebenfalls noch mehr unter Druck geraten.
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