Die überarbeitete Version des beliebten "Krebs Report 2005" bringt Sie auf den Stand der Dinge in Sachen Krebsforschung. Erläutert werden kurz und prägnant die wichtigsten Krebsarten und die heute verwendeten Therapieansätze. Für Sie als Investor zählt aber vor Allem eines: Welche Unternehmen sind aussichtsreich und wie sind diese Unternehmen im Markt positioniert? Der "Krebs Report 2005" gibt Aufschluss über diese Frage.
III. Inzidenz und Vererbung von Krebs
Gemäß den Statistiken der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählen das Lungenkarzinom, das kolorektale Karzinom und das Magenkarzinom weltweit zu den fünf häufigsten Krebsarten bei Frauen und Männern. Beim männlichen Geschlecht überwiegen Lungen- und Magenkrebs, wobei in den westlichen Nationen mehr Prostata- als Magenkarzinome vorkommen. Beim weiblichen Geschlecht stehen dagegen bösartige Tumore der Brust und des Gebärmutterhalses im Vordergrund. Laut Prognosen der WHO wird sich die Situation in den nächsten 20 Jahren noch weiter verschärfen, bis 2020 rechnet die WHO mit jährlich 15 Millionen Neuerkrankungen. Jedes Jahr sterben an Krebs weltweit rund 6 Millionen Menschen, damit gehen etwa 12 Prozent aller weltweiten Todesfälle auf das Konto bösartiger Tumore. Alle Hoffnung liegt deshalb auf Unternehmen, die sich mit innovativen Therapien gegen Krebs beschäftigen. Gelingt es den forschenden Unternehmen, in Zukunft noch wirksamere Medikamente zu entwickeln, dann könnte das Horrorszenario der WHO, das von 10 Millionen Todesfällen jährlich ausgeht, vielleicht noch abzuwenden sein. Erste Hoffnung für Betroffene gibt es ja bereits und in den Laboratorien auf der ganzen Welt werden Forscher nicht müde sich immer cleverere Strategien gegen den Krebs einfallen zu lassen. Auch im Hinblick auf die Vererbung von Krebs werden immer mehr aufschlussreiche Fakten bekannt. Am deutschen Krebsforschungszentrum ist man nun der Vererbung etwas genauer auf den Grund gegangen und fand heraus, dass wesentlich mehr Krebserkrankungen als bisher angenommen familiär gehäuft vorkommen. Bei 24 von 25 Tumorarten fanden die Forscher familiäre Erkrankungsformen. Am häufigsten waren familiäre Tumore bei Prostatakrebs (15 Prozent), Darmkrebs (10 Prozent) und Brustkrebs (8,5 Prozent). Betrachtet man den Grad der Erblichkeit zeigen sich von Krebsart zu Krebsart erhebliche Unterschiede. Das höchste genetische Risiko wiesen Familien mit Hodenkrebs auf, Söhne von erkrankten Vätern hatten im Vergleich zu Söhnen aus Familien ohne Hodenkrebs ein vierfach erhöhtes Risiko, Brüder von Betroffenen sogar ein neunfach erhöhtes Risiko, selbst an einem Hodenkrebs zu erkranken. Häufiger als bisher angenommen sind auch Prostata-, Nieren-, Haut-, Magen- und Lungenkrebs sowie Leukämien familiär bedingt. Die Daten, die im Fachmagazin "International Journal of Cancer" publiziert wurden, zeigen, dass ein besonders hohes Erkrankungsrisiko in Familien mit mehr als zwei Erkrankungsfällen bei Verwandten ersten Grades bzw. niedrigem Erkrankungsalter besteht. U.S. Forscher vom Translational Genomics Research Institute haben erst jüngst ein Gen identifiziert, das offenbar in Zusammenhang mit Prostatakrebs steht. Die Forscher fanden heraus, dass EphB2, ein Gen das zur Aufrechterhaltung der normalen Gewebe-Organisation dient, bei Prostatakrebs inaktiv ist. Die damit einhergehende Funktionsstörung könnte zur Zerstörung von Zellen führen und somit das Wachstum und Überleben von Prostatakrebszellen fördern. Die Unternehmen, die sich mit der Entwicklung von neuartigen Medikamenten gegen Krebs beschäftigen, reichen von extrem risikoreichen MicroCaps, über die bereits weniger risikoreichen SmallCaps, bis hin zu bereits Gewinn produzierender LargeCaps. Ob, und vor allem wie viel ein Investor in solche Unternehmen investieren will, das bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Angemerkt werden soll hier jedoch, dass das Investmentrisiko umso höher ist, je risikoreicher ein Produkt und je kleiner das entwickelnde Unternehmen ist. Meist locken aber gerade die besonders risikoreichen Projekte eine nicht unerhebliche Anzahl an Investoren an. Ein Grund hierfür ist wohl die Tatsache, dass je risikoreicher ein Projekt, desto gigantischer der Kursgewinn des Unternehmens im Falle eines Erfolges. Im Falle einer Niederlage ist jedoch mit einem ebenso gigantischen Kursverlust zu rechnen. Ein Szenario, dessen sich jeder Anleger stets bewusst sein sollte, der mit dem Gedanken spielt in ein spekulatives Unternehmen zu investieren. Und selbst wenn man sich nicht nur der Chance, sondern auch des Risikos bewusst ist, sollte man nie die goldene Anlegerregel, die für alle risikoreichen Investments gilt, aus den Augen verlieren. Maximal fünf Prozent des Portfolios sollte der kluge Investor in spekulativen Werten anlegen, den Rest sollte man gemäß den Regeln der Diversifizierung verteilen. Wer sich als Anleger an diese Spielregel hält, der wird mit Sicherheit keine unvorhergesehenen bösen Überraschungen erleben. Ein Blick auf die Unternehmen, die sich mit der Entwicklung von Krebsmedikamenten beschäftigen, lässt den Anleger fast verzweifeln, zu groß ist die Anzahl derer, die um die Gunst der Investoren buhlen. Auch wir können hier nur einen winzigen Ausschnitt von Unternehmen vorstellen, die von extrem risikoreichen MicroCaps, über bereits weniger risikoreiche SmallCaps, bis hin zu Gewinn erzielenden LargeCaps reichen.
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