Beim Musikkonzern EMI Group ist der Gewinn im ersten Fiskal-Halbjahr um 47 Prozent auf 22,5 Millionen britische Pfund eingebrochen. Die Umsätze zogen im Jahresvergleich hingegen um 5,8 Prozent auf 924,6 Millionen Pfund an und stiegen damit erstmals wieder seit fünf Jahren. Für den Gewinnrückgang waren Abschreibungen verantwortlich. Erfolgreiche Interpreten und der Boom bei den digitalen Downloads würden aber dafür sorgen, dass die unternehmenseigenen Prognosen für das Gesamtjahr wohl eingehalten werden dürften. Das Unternehmen hat unter anderem Robin Williams, Kylie Minogue und Norah Jones sowie die Bands Gorillaz und die Rolling Stones unter Vertrag.
Wie der Konzern weiter ausführte, hätten sich die Umsätze über digitale Downloads gegenüber dem Vorjahr auf 44,6 Millionen Pfund mehr als verdoppelt. Branchenweit würde deren Umsatzanteil bereits bei 5,8 Prozent liegen und sehr stark anwachsen. Gespräche mit dem wichtigsten Anbieter Apple würden zudem nahe legen, dass bei dessen Download-Shop iTunes die Preise für populäre Interpreten bald ansteigen dürften.
In London konnten sich EMI heute nach vorangegangener Kursschwäche um 4,49 Prozent auf 226,75 Pence verbessern.
