EUWAX Trends am Mittag Vom Dienstag, 13. Dezember 2005
Der Dienstagshandel dürfte im Schatten der Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (Fed) stehen, auf der über das künftige Zinsniveau in den USA beschlossen wird. Die Marktteilnehmer gehen davon aus, dass die Fed die Zinsen ein weiteres Mal um 0,25 Basispunkte erhöhen wird, erwarten aber gleichzeitig, dass von der Notenbank Signale für ein Ende des Zinsanhebungszyklusses ausgehen werden. Im Vorfeld waren bereits erste Bewegungen sowohl beim Gold als auch beim Euro zu verzeichnen. Der Euro stieg bereits gestern um nahezu zwei Cent auf in der Spitze 1,1951 Dollar, gab im frühen europäischen Handel aber wieder auf 1,1930 Dollar ab. Der Goldpreis stieg gestern auf ein neues Langzeithoch von 541 Dollar, gab aber im Dienstagshandel wieder auf bis zu 521 Dollar nach. Zurückhaltend zeigten sich am Morgen die Anleger im DAX und schienen zunächst die Bekantgabe des ZEW-Konjunkturindikators abzuwarten, der gegen 11 Uhr gemeldet wurde. Der ZEW-Indikator stieg entgegen den Erwartungen auf 61,6 Zähler nach 38,7 Zählern im Vormonat und deutete damit eine Konjunkturerholung voraus. Ein wesentlicher Faktor für den aufkommenden Optimismus dürfte die zunehmende Investitionsbereitschaft der deutschen Unternehmen sein, so das Institut. Ein halbe Stunde vor Bekanntgabe des ZEW knickte der DAX jedoch ein und tauchte nach einem zunächst gut behaupteten Start ins Minus ab. Dabei sank der DAX um rund 0,3 Prozent auf 5285 Punkte, um sich anschließend wieder zu erholen. Im Handelssegment Euwax der Börse Stuttgart blieben indes am Morgen Calls auf den DAX weiter gefragt.
Die Spekulation auf die Wirkung der US-Zinsentscheidung auf das Euro-/Dollar-Verhältnis und den Goldpreis zeigte sich am Morgen auch im Handelssegment Euwax. Dabei wurde zunächst auf ein Ende des Zinsanhebungszyklusses in den USA und somit auf einen fallenden Dollar spekuliert. Daher kam es am Morgen zu zunächst Käufen in Calls auf den Euro und den bis zum Mittag ins Gegenteil gedreht, so dass nun auf eher auf einen nachlassenden Euro spekuliert wird.
Bei den Einzelaktien kam es am Morgen zu Stop-Loss-Verkäufen von Calls auf den Versicherungskonzern Allianz. Ohne gesonderte Nachrichten zum Unternehmen gab die Aktie am Morgen knapp ein Prozent auf rund 125 Euro nach.
Nachdem Siemens bereits gestern ein neues Jahreshoch erreicht hatte, stieg die Aktie am Morgen weiter auf ein neues Hoch von knapp 70 Euro. Beflügelt wird die Aktie dabei durch eine Heraufstufung durch die Analysten der Deutschen Bank auf „buy“ nach bislang „hold“. Das Kursziel für die Aktie liegt nun bei 85 nach bisher 65 Euro.
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AXC0108 2005-12-13/15:10
