Volkswagen
VW-Markenchef Wolfgang Bernhard hatte für die nächsten fünf Jahre zehn komplett neue Autos angekündigt. Bernhard sagte, die Studie versuche, das Lebensgefühl dieses "Kultautos" in die heutige Zeit zu übertragen. "Dieser Name musste einfach wiederkommen." Bereits im Februar 2006 war die Studie für den kompakten Geländewagen Tiguan vorgestellt worden.
Nicht nur mit massiven Kostensenkungen, Stellenabbau und Arbeitszeitverlängerung will VW seine Ertragsprobleme in den Griff bekommen. Auch neue attraktive Modelle sollen die Nachfrage bei Europas größtem Autobauer ankurbeln und für bessere Auslastung der Werke sorgen. Kritiker hatten VW in der Vergangenheit vorgeworfen, wichtige Segmente und vor allem seine traditionellen Käufer vernachlässigt zu haben. Das will Bernhard mit bezahlbaren Autos - echten Volkswagen für breite Schichten - wieder ändern.
Mit dem neuen Modell will VW an die Erfolgsgeschichte des Bestsellers von damals anknüpfen. Von 1974 an war das zweisitzige Sportcoupe mit dem Namen eines Saharasturms bei Karmann in Osnabrück gebaut worden. Bis 1992 wurden 800 000 Exemplare verkauft. Dann folgte der Corrado, der aber ein Flop wurde. Die jetzige Neuauflage folgt der Devise von VW-Chefdesigner Murat Günak, der das in die Jahre gekommene Image der Marke VW wieder aufpolieren will.
Für den Juli wies VW ein kräftiges Absatzplus aus. In Deutschland seien 48.950 Fahrzeuge verkauft worden, sagte Vertriebsvorstand Michael Kern am am Rande der Präsentation. Dies entspreche im Vergleich zum Vorjahresmonat einem Zuwachs von 13,6 Prozent. In den ersten sieben Monaten des Jahres legte der Absatz um 5,4 Prozent auf 319.311 Einheiten zu. Weltweit stiegen die Verkäufe im Juli um 8 Prozent auf 280.042 Fahrzeuge. Zwischen Januar und Juli lag mit 1,96 Millionen Fahrzeugen das Plus bei 12,8 Prozent. Auch im August setze sich der positive Trend fort, sagte Kern./ta/gö/tm/DP/mf/
ISIN DE0007664005
AXC0162 2006-08-24/22:08
