Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) hat seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr angehoben. Wurde im Juli für Deutschland für 2006 noch ein Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts um 1,6% und für 2007 ein Zuwachs um 1,0% prognostiziert, so wird jetzt ein Wachstum von 2,1% bzw. 1,1% erwartet.
Der Grund für das Heraufsetzen der Prognose für dieses Jahr liege großenteils in der Revision der statistischen Daten. So wurde vom Statistischen Bundesamt einerseits das Niveau des realen Bruttoinlandsprodukts für die Jahre 2004 und 2005 spürbar nach unten korrigiert. Das Niveau für das erste Quartal dieses Jahres, auf dem die frühere Prognose aufsetzte, wurde hingegen kaum verändert, so dass der Abstand gegenüber dem Vorjahr größer geworden ist. Überdies war nach den revidierten Daten die konjunkturelle Dynamik seit Mitte des vergangenen Jahres offenbar größer als nach altem Datenstand. Aufgrund dieser beiden Faktoren musste die Prognose um einen halben Prozentpunkt nach oben korrigiert werden, teilte das HWWI am Montag mit.
Die Wirtschaftsforscher gehen aber nach wie vor davon aus, dass es im kommenden Jahr wegen der drastischen Anhebung der Mehrwertsteuer und weiterer restriktiver Maßnahmen in Deutschland zu einer deutlichen Abschwächung der Konjunktur kommen wird.
