FRANKFURT (Dow Jones)--Der Auftragseingang der deutschen Industrie dürften im September nach zwei überaus starken Monaten etwas gesunken sein. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte rechnen mit einem saisonbereinigten Rückgang gegenüber dem Vormonat von 1,0%, nachdem die Orders im August um 3,7% und im Juli um 2,1% zugelegt hatten. Die Daten werden am Montag um 12.00 Uhr veröffentlicht.
Die HVB liegt mit ihrer Prognose eines Rückgangs um 2,4% am unteren Ende der Prognosenspanne. Die Volkswirte begründen ihren Pessimismus mit bereits bekannten Order-Zahlen aus Nordrhein-Westfalen und Bayern, die einen kräftigen Rückschlag erwarten ließen. Dabei handele es sich aber nur um eine technische Korrektur nach den außergewöhnlich starken Anstieg in den beiden Vormonaten. Trotz des für September unterstellten Rückgang würde sich für das dritte Quartal noch ein Orderplus von knapp 4% ergeben, rechnet die HVB vor.
HSBC prognostiziert für September lediglich einen Rückgang um 0,7%, woraus sich ein Quartalswachstum von 4,5% errechnet. Damit würde im dritten Quartal ein zyklisches Hoch erreicht, die Jahreswachstumsrate würde im September auf 11,5% von 15,1% im August zurückgehen.
Auch die Landesbank Baden-Württemberg prognostiziert für September einen Rückgang um 1%. Die Bank verweist darauf, dass eine "Verschnaufpause" nicht nur angesichts der schieren Höhe der Zuwachsraten im August und Juli, sondern auch aufgrund des hohen Anteils der Großaufträge an dieser Entwicklung zu erwarten sei. Allerdings zeige die Entwicklung im Maschinenbau, dass die Lage bei den Investitionsgütern weiterhin ausgezeichnet sei.
Die Landesbank Berlin (Prognose: minus 0,7%) verweist ebenfalls darauf, dass in den beiden Vormonaten Großaufträge erheblich zum Orderzuwachs beigetragen haben. Treiber seien erneut die Bestellungen für Investitionsgüter aus dem In- und Ausland gewesen. Die bereits bekannt geworden Maschinenbaudaten ließen für September abermals einen stärkeren Zuwachs bei den Auslandsorders erkennen, während es bei der Inlandsnachfrage eher zu einer Niveaukorrektur gekommen sein sollte.
DJG/hab
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Die HVB liegt mit ihrer Prognose eines Rückgangs um 2,4% am unteren Ende der Prognosenspanne. Die Volkswirte begründen ihren Pessimismus mit bereits bekannten Order-Zahlen aus Nordrhein-Westfalen und Bayern, die einen kräftigen Rückschlag erwarten ließen. Dabei handele es sich aber nur um eine technische Korrektur nach den außergewöhnlich starken Anstieg in den beiden Vormonaten. Trotz des für September unterstellten Rückgang würde sich für das dritte Quartal noch ein Orderplus von knapp 4% ergeben, rechnet die HVB vor.
HSBC prognostiziert für September lediglich einen Rückgang um 0,7%, woraus sich ein Quartalswachstum von 4,5% errechnet. Damit würde im dritten Quartal ein zyklisches Hoch erreicht, die Jahreswachstumsrate würde im September auf 11,5% von 15,1% im August zurückgehen.
Auch die Landesbank Baden-Württemberg prognostiziert für September einen Rückgang um 1%. Die Bank verweist darauf, dass eine "Verschnaufpause" nicht nur angesichts der schieren Höhe der Zuwachsraten im August und Juli, sondern auch aufgrund des hohen Anteils der Großaufträge an dieser Entwicklung zu erwarten sei. Allerdings zeige die Entwicklung im Maschinenbau, dass die Lage bei den Investitionsgütern weiterhin ausgezeichnet sei.
Die Landesbank Berlin (Prognose: minus 0,7%) verweist ebenfalls darauf, dass in den beiden Vormonaten Großaufträge erheblich zum Orderzuwachs beigetragen haben. Treiber seien erneut die Bestellungen für Investitionsgüter aus dem In- und Ausland gewesen. Die bereits bekannt geworden Maschinenbaudaten ließen für September abermals einen stärkeren Zuwachs bei den Auslandsorders erkennen, während es bei der Inlandsnachfrage eher zu einer Niveaukorrektur gekommen sein sollte.
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