Landsberg (ots) - "Einen 55-prozentigen Low-Cost-Anteil halte ich für einen BMW derzeit für nicht realistisch", erklärt Dr. Klaus Richter, Leiter Materialwirtschaft der BMW-Group, im Exklusivinterview mit dem Branchen-Wirtschaftsmagazin AUTOMOBIL-PRODUKTION. Während Wettbewerber Mercedes für die neue C-Klasse bereits 55 Prozent der Teile aus Low-Cost-Countries bezieht, davon 80 Prozent aus Osteuropa, kauft die BMW Group zur Zeit nur rund zehn Prozent der Teileumfänge in Osteuropa ein. Richter räumt allerdings ein: "Wenn wir uns über zukünftige Modelle unterhalten, verschieben sich die Anteile und es werden wesentlich mehr als zehn Prozent der First-Tier-Zulieferteile aus Osteuropa kommen."
Während es bei vielen Autohersteller mittlerweile Direktiven gibt, mindestens die Hälfte der Zulieferteile in Low-Cost-Regionen einzukaufen, hält Richter davon wenig: "Ich glaube nicht, dass eine solche Zahl zielführend wäre. China etwa ist sehr weit weg. Hohe Logistikkosten und Einfuhrzölle kompensieren die niedrigen Stückkosten. Aus meiner Sicht spricht die Summe aus Lohnkostenvorteilen und Entfernung klar für Osteuropa." Kaum mehr als ein Prozent der Teile (ca. 300 Millionen Euro) bezieht die BMW Group derzeit aus China, bei einem Materialaufwand der 2005 in der Gruppe bei 25,7 Millionen Euro lag. Geeignet für den Bezug aus China seien nur Teile mit einem hohen Lohnkosten-Wertschöpfungsanteil, die leicht zu transportieren seien, so Richter.
AUTOMOBIL-PRODUKTION, das führende Branchen-Wirtschaftsmagazin für die Automobil- und Zulieferindustrie, erscheint monatlich im verlag moderne industrie GmbH, Landsberg und gehört zur Mediengruppe Süddeutscher Verlag SV. http://www.automobil-produktion.de
Originaltext: verlag moderne industrie Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=17123 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_17123.rss2
Ein pdf des kompletten Interviews erhalten Sie bei: AUTOMOBIL-PRODUKTION Armin Götz, Chefreporter annelie.palatzky@mi-verlag.de (in Vertretung) Tel.: 08191/125-547, mobil: 0171-1720492
Während es bei vielen Autohersteller mittlerweile Direktiven gibt, mindestens die Hälfte der Zulieferteile in Low-Cost-Regionen einzukaufen, hält Richter davon wenig: "Ich glaube nicht, dass eine solche Zahl zielführend wäre. China etwa ist sehr weit weg. Hohe Logistikkosten und Einfuhrzölle kompensieren die niedrigen Stückkosten. Aus meiner Sicht spricht die Summe aus Lohnkostenvorteilen und Entfernung klar für Osteuropa." Kaum mehr als ein Prozent der Teile (ca. 300 Millionen Euro) bezieht die BMW Group derzeit aus China, bei einem Materialaufwand der 2005 in der Gruppe bei 25,7 Millionen Euro lag. Geeignet für den Bezug aus China seien nur Teile mit einem hohen Lohnkosten-Wertschöpfungsanteil, die leicht zu transportieren seien, so Richter.
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