Nach zweiwöchigen zähen Verhandlungen ist der milliardenschwere Verkauf der gewerkschaftseigenen, österreichischen BAWAG P.S.K. Bank an den US-Hedge-Fond Cerberus unter Dach und Fach. Nach Angaben der Nachrichtenagentur APA hatte es in den vergangenen Tagen wegen strittiger Haftungsfragen immer wieder Verzögerungen gegeben. In der Nacht zum Samstag sei der Verkauf nun in Wien vertraglich besiegelt worden. Die Bayerische Landesbank (BayernLB) war den Amerikanern im Wettbewerb um die Bank vor zwei Wochen knapp unterlegen.
Das Konsortium unter Führung von Cerberus zahlt dem hoch verschuldeten Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB) für die durch Spekulationsverluste ins Wanken geratene BAWAG 2,6 Milliarden Euro und wird weitere 600 Millionen Euro in die Entwicklung der viertgrößten Bank der Alpenrepublik investieren. Neben Cerberus werden der Versicherer Generali, die österreichische Wüstenrot, die privatisierte Post sowie eine Gruppe österreichischer Unternehmer an der Bank beteiligt. Cerberus hatte dem ÖGB unter anderem eine Beschäftigungsgarantie von fünf Jahre für die 4500 Angestellten des Unternehmens gegeben./fu/DP/he
AXC0010 2006-12-31/09:30
