Der größte indische Pharmakonzern Ranbaxy
hat Interesse an der Übernahme der Generika-Sparte des deutschen
Konkurrenten Merck
Mit dem Zukauf würde Ranbaxy der weltweit drittgrößte Hersteller von Generika nach Teva Pharmaceuticals (Israel) und Sandoz, der Generika-Sparte des Schweizer Pharmariesen Novartis. Sollte es zu dem Geschäft kommen, wäre das die bislang größte Zukauf durch einen indischen Pharmakonzern im Ausland. Im Februar vergangenen Jahres hatte der nach eigenen Angaben zweitgrößte indische Pharmaproduzent Dr. Reddy's für 480 Millionen Euro das Augsburger Unternehmen Betapharm übernommen, das ebenfalls patentfreie Arzneimittel (Generika) herstellt. Auch Ranbaxy hatte für Betapharm geboten.
LAUT MEDIENBERICHTEN HABEN AUCH ANDERE FIRMEN INTERESSE AN MERCKS GENERIKA
Indische Medien berichteten, auch andere indische Pharmafirmen hätten möglicherweise Interesse an Mercks Generika-Sparte. Die "Economic Times" (Dienstag) zitierte eine ungenannte Führungskraft von Dr. Reddy's, wonach es sich um ein "interessantes Angebot" handele. Ein Sprecher von Wockhardt Ltd. sagte dem Blatt, die Firma wolle in Europa investieren. Die wachsenden indische Pharmafirmen investieren zunehmend in Europa, um ihre Präsenz dort auszubauen. Ranbaxy ist derzeit unter den zehn größten Generika-Herstellern weltweit. Als Ziel hat die Firma eine Platzierung unter den ersten fünf und einen Umsatz von 5 Milliarden Dollar bis 2012 vorgegeben.
Merck mit Sitz in Darmstadt erwirtschaftete mit knapp 30.000 Mitarbeitern weltweit 2005 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro, davon etwa 3,9 Milliarden Euro im Pharmabereich. Ranbaxy mit 10.000 Mitarbeitern setzte 2005 knapp 1,2 Milliarden Dollar (906 Mio Euro) um./cy/sk/DP/sf
ISIN DE0006599905
AXC0026 2007-01-09/08:34
