Das Telekomunternehmen Versatel will nach
seinem bevorstehenden Börsengang zur Jahresmitte in den TecDAX
Bei der Erstnotiz will das Berliner Unternehmen bis zu 42,55
Millionen von insgesamt bis zu 50 Millionen Aktien ausgeben. Dies
entspräche einem Streubesitz von bis zu 85 Prozent. Gemessen an
einem Unternehmenswert, der Medienberichten zufolge bei 1,8 bis 2,3
Milliarden Euro liegen soll, ergibt sich mögliches Gesamtvolumen von
rund 1,5 bis knapp 2 Milliarden Euro. Damit wäre die Neuemission die
größte nach der der Postbank
NETTOEMISSIONSERLÖS VON 419 MILLIONEN EURO
Als Emissionserlös aus einer geplanten Kapitalerhöhung sollen der stark verschuldeten Gesellschaft netto rund 419 Millionen Euro zufließen. Ein Großteil des Erlöses, 350 Millionen, soll dem Schuldenabbau dienen. Ende Februar habe Versatel rund 800 Millionen Euro Schulden angehäuft, sagte Finanzvorstand Brian Cook. Durch den Schuldenabbau reduziere sich die Zinslast erheblich und das Unternehmen sei auf einem guten Weg für schwarze Zahlen unter dem Strich, sagte Cook. 2006 hatte das Konzernergebnis bei minus 51,65 Millionen Euro gelegen. Versatel setzte im vergangenen Jahr auf Proforma-Basis 666 Millionen Euro um, rund 22 Prozent mehr als 2005. Der um Einmaleffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte von 142 Millionen Euro auf 211,8 Millionen Euro.
Das Geld soll zudem in den Ausbau der Netze dienen. Bisher
erreicht Versatel 7,9 Millionen Haushalte - bis Ende des Jahres
sollen es 10,4 Millionen sein. Das Unternehmen hat rund 463.000
Kunden für sein DSL- und Telefonieangebot und ist nach der
Vodafone-Tochter
AN KONSOLIDIERUNG DER BRANCHE TEILNEHMEN
Knauer will an der laufenden Konsolidierung der Branche teilnehmen. Geplant sei der Erwerb von Stadtnetzbetreibern, bekräftigte er. Als Übernahmekandidat sieht er Versatel trotz des erwartet hohen Streubesitzes nicht. "Wir sehen uns aus unserer Management-Perspektive selber als Konsolidierer", sagte der Vorstandschef. Der Weg an die Börse sei "der richtige", betonte Knauer in Bezug auf frühere Überlegungen des Investors Apax, Versatel zu verkaufen. Apax bleibe zudem signifikanter Investor bei dem Unternehmen. Derzeit hält der Investor noch 96 Prozent an Versatel.
An dem Börsengang sind folgende Banken beteiligt: Credit Suisse
ISIN DE0005557508 GB00B16GWD56 IT0003497168
AXC0127 2007-04-12/13:20
