NEW YORK (Dow Jones)--Die Bank of America Corp hat in den USA im Zusammenhang mit dem blockierten Verkauf der ABN-Amro-Tochter LaSalle gegen die niederländische ABN Amro Klage eingereicht. Nach Informationen des "Wall Street Journal" (WSJ) sei der District Court in New York damit befasst - die US-Bank versuche auf dem Rechtsweg den bereits vereinbarten Kauf von LaSalle durchzusetzen, berichtet die Zeitung am Freitagnachmittag auf ihrer Internetseite. Bank of America sei der Auffassung, sie habe das Recht, LaSalle von den Niederländern zu erwerben.
Bank of America strebe eine gerichtliche Verfügung an, wonach ABN Amro LaSalle an keine andere Partei verkaufen dürfe. Zudem sollen ABN Amro auch weitere Verhandlungen über den Verkauf von LaSalle untersagt werden. Bank of America strebe zusätzlich einen finanziellen Ausgleich an, schreibt das WSJ weiter. Ein Gericht in den Niederlanden hatte am Donnerstagnachmittag verfügt, ABN dürfe LaSalle ohne die Zustimmung der Aktionäre nicht verkaufen. Damit hat das Gericht auch die Pläne von Barclays über eine Fusion mit ABN zunächst durchkreuzt.
Der Verkauf von LaSalle ist zentrale Voraussetzung für das Angebot von Barclays. Den Verkauf von LaSalle an die Bank of America hatte ABN-Amro-CEO Rijkman Groenink in nur einigen Tagen ausgehandelt, kurz vor der Einigung mit Barclays über einen Zusammenschluss. Der Schritt gilt bei Beobachtern als taktisches Manöver, mit dem die Barclays-Konkurrenten im Übernahmekampf um ABN Amro ausmanövriert werden sollten. Neben Barclays ist auch ein Konsortium um die Royal Bank of Scotland an der Übernahme von ABN interessiert, diese will aber ABN Amro nur zusammen mit LaSalle.
Das Konsortium hatte in der vergangenen Woche ein Angebot für ABN Amro avisiert, dass über dem von Barclays liegt. ABN Amro hat am Freitag abermals bekräftigt, auch für andere Bieter als die Bank of America für LaSalle offen zu sein. Die Bieter müssten allerdings die Vorgaben des niederländischen Gerichts sowie das Abkommen mit der Bank of America berücksichtigen.
Webseite: http://online.wsj.com
DJG/DJN/cbr/roa -0-
Bank of America strebe eine gerichtliche Verfügung an, wonach ABN Amro LaSalle an keine andere Partei verkaufen dürfe. Zudem sollen ABN Amro auch weitere Verhandlungen über den Verkauf von LaSalle untersagt werden. Bank of America strebe zusätzlich einen finanziellen Ausgleich an, schreibt das WSJ weiter. Ein Gericht in den Niederlanden hatte am Donnerstagnachmittag verfügt, ABN dürfe LaSalle ohne die Zustimmung der Aktionäre nicht verkaufen. Damit hat das Gericht auch die Pläne von Barclays über eine Fusion mit ABN zunächst durchkreuzt.
Der Verkauf von LaSalle ist zentrale Voraussetzung für das Angebot von Barclays. Den Verkauf von LaSalle an die Bank of America hatte ABN-Amro-CEO Rijkman Groenink in nur einigen Tagen ausgehandelt, kurz vor der Einigung mit Barclays über einen Zusammenschluss. Der Schritt gilt bei Beobachtern als taktisches Manöver, mit dem die Barclays-Konkurrenten im Übernahmekampf um ABN Amro ausmanövriert werden sollten. Neben Barclays ist auch ein Konsortium um die Royal Bank of Scotland an der Übernahme von ABN interessiert, diese will aber ABN Amro nur zusammen mit LaSalle.
Das Konsortium hatte in der vergangenen Woche ein Angebot für ABN Amro avisiert, dass über dem von Barclays liegt. ABN Amro hat am Freitag abermals bekräftigt, auch für andere Bieter als die Bank of America für LaSalle offen zu sein. Die Bieter müssten allerdings die Vorgaben des niederländischen Gerichts sowie das Abkommen mit der Bank of America berücksichtigen.
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