
Für die Aktien von GPC Biotech
Händler verwiesen zum einen auf den Verkauf von Aktienoptionen von Vorstandschef Bernd Seizinger am vergangenen Donnerstag - einem Tag vor der Bekanntgabe der Zweifel der FDA an Satraplatin. Der Preis habe im Schnitt bei 22,94 Euro gelegen. Es habe sich zwar um einen bereits lange zuvor festgelegten Verkaufsplan gehandelt und damit könnten Insidergeschäfte ausgeschlossen werden, so ein Börsianer. Für die Stimmung sei dies aber sehr schlecht. Ein anderer Marktteilnehmer zeigte sich weniger überrascht, da der geplante Verkauf schon länger bekannt gewesen sei.
Zudem wurde auf Medienberichte verwiesen, denen zufolge GPC in den USA verklagt wird. Ein Anleger werfe dem Biotech-Unternehmen vor, falsche Informationen zu den Fortschritten von Satraplatin verbreitet zu haben. "Auch das ist eigentlich nicht verwunderlich. Man konnte damit rechnen. Wenn eine Klage kommen würde, dann aus den USA", so ein Händler. Allerdings sei die Stimmung für die Aktie "einfach desolat". "Alle wollen nur noch raus aus dem Titel - für ein Jahr ist die Fantasie dahin. Und insbesondere Fonds haben keine Zeit, so lange auf eine mögliche Erholung zu warten und verabschieden sich aus dem Papier", sagte der Börsianer.
Unterdessen habe sich die Credit Suisse dem Reigen der Abstufungen für die Titel angeschlossen und die Einschätzung von "Outperform" auf "Neutral" gesenkt. Am Vortag hatte bereits die Deutsche Bank die Aktien des Biotech-Unternehmens von "Buy" auf "Hold" und das Kursziel von 30 auf 14,50 Euro gesenkt./dr/fat
ISIN DE0005851505
AXC0068 2007-07-27/10:26