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FXDIREKT/Ungarn: Hohe Inflation, niedriges Wachstum

DJ FXDIREKT/Ungarn: Hohe Inflation, niedriges Wachstum

Dies ist eine Analyse der FXdirekt Bank AG. Für den Inhalt ist die FXdirekt 
Bank AG verantwortlich. 
 
Die ungarischen Wirtschaftsdaten fielen zuletzt alles andere als überzeugend 
aus. Einem Anstieg der Verbraucherpreise von 6,4% im Jahresvergleich für 
September stand ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von ganzen 
1,2% im zweiten Quartal gegenüber. Besonders die BIP-Zahlen enttäuschten und 
belegten somit in aller Deutlichkeit, dass das ungarische Maßnahmenpaket zur 
Haushaltskonsolidierung die Wirtschaft erheblich belastet. Viel mehr als ein 
Wachstumsplus von 2,0% dürfte im laufenden Jahr kaum noch zu erreichen sein 
- für eine aufstrebende osteuropäische Ökonomie ein ganz schwacher Wert. 
Dementsprechend zeigte sich auch der ungarische Forint (HUF) angeschlagen 
und rutschte gegenüber dem Euro ab. 
 
Zur Ankurbelung der nationalen Ökonomie ist die ungarische Zentralbank (MNB) 
mittlerweile auf den Zinssenkungspfad eingeschwenkt. Im September wurde 
damit begonnen, den Leitzins von seinem hohen Niveau von 7,75% 
herabzuführen. Nach der ersten Zinssenkung auf 7,50% sind bei den 
geldpolitischen Treffen Ende Oktober sowie im November weitere Zinsschritte 
um jeweils 25 Basispunkte zu erwarten. Doch selbst bei einem Leitzinsniveau 
von 7,00% zum Jahresende dürfte die Zeit der ungarischen Zinssenkungen noch 
nicht vorüber sein. 
 
PRIVATER KONSUM SCHWÄCHELT 
 
Denn auch die lahmende ungarische Binnennachfrage hat eine Ankurbelung 
dringend nötig. Steigenden Löhnen zum Trotz befindet sich der private Konsum 
derzeit auf dem absteigenden Ast. So sind die ungarischen 
Einzelhandelsumsätze im Juli um 4,2% im Jahresvergleich gesunken. Die 
geldpolitische Lockerung in Ungarn sollte deshalb weitergehen, der Leitzins 
Mitte 2008 nur noch bei 6,50% liegen. Zwar sind die aktuellen 
Finanzmarktturbulenzen ein Risikofaktor für diese Vorhersage, doch ist mit 
der nächsten Zinssenkung der MNB sicher zu rechnen, sobald sich die erhöhte 
Marktvolatilität im Zuge der US-Subprime-Krise verzogen hat. 
 
Allerdings steckt die ungarische Notenbank in der Zwickmühle. Während 
Wirtschaftswachstum und privater Konsum dringend niedrigere Zinsen 
benötigen, sorgt der hohe Inflationsdruck dafür, dass die Zinsen eigentlich 
steigen müssten. Deshalb muss die MNB sehr behutsam vorgehen und ihr 
Zinssenkungstempo wohl dosieren, um nicht durch stark steigende 
Verbraucherpreise den positiven Effekt sinkender Zinsen wieder zu zerstören. 
Angesichts des hohen Exportanteils der ungarischen Wirtschaft von nahezu 80% 
dürfte die Absenkung des Leitzinses sowieso nur langsam für ein Anspringen 
der Konjunktur sorgen. Einen Dämpfer für die zukünftige Entwicklung von 
Ungarns Ökonomie bedeutet zudem, dass die großen Volkswirtschaften der 
Eurozone ihren Wachstumszenit bereits überschritten haben. Dies schlägt sich 
auch in dem wieder zunehmenden ungarischen Handelsbilanzdefizit nieder. Der 
Fehlbetrag kletterte im August auf 211,1 Millionen EUR und lag damit sowohl 
oberhalb der Konsensschätzung von 167,0 Millionen EUR als auch klar über dem 
Juli-Wert, wo ein Negativsaldo von 145,4 Millionen EUR erreicht wurde. 
Bedenklich stimmt zudem, dass das Wachstum der ungarischen Exporte nur noch 
geringfügig über dem der Importe lag. 
 
FORINT LEIDET UNTER ZINSSENKUNGEN 
 
Der Forint sollte in diesem Kontext mittel- bis langfristig unter 
Abgabedruck stehen. Da die Zinsdifferenz zwischen Ungarn und der EU 
dauerhaft sinken wird, erscheint EUR/HUF derzeit unterbewertet und besitzt 
klares Aufwertungspotenzial. Dies gilt selbst dann, wenn die Europäische 
Zentralbank (EZB) ihren Leitzins vorerst stabil halten und nicht weiter 
anheben wird. Denn neben dem negativen Einfluss der ungarischen 
Zinssenkungen bleiben auch die labile Verfassung der Inlandsnachfrage sowie 
die enttäuschende Wirtschaftsleistung ein dauerhafter Belastungsfaktor für 
Ungarns Valuta. Auch ein Blick auf das von der ungarischen Zentralbank 
aufrechterhaltene Wechselkursband spricht für neue Kursgewinne von EUR/HUF. 
Denn die zentrale Parität, um die herum Schwankungen von 15% in beide 
Richtungen akzeptiert werden, beträgt 282,36, womit sich das Währungspaar in 
relativ großer Nähe zur Unterseite der Handelsspanne bei 240,00 befindet. Da 
die Spekulationen um eine mögliche Aufhebung der Handelsspanne zuletzt 
wieder abgeebbt sind, besteht hier kaum noch Spielraum nach unten, aber viel 
Platz auf der Oberseite. 
 
Sobald EUR/HUF die sich derzeit abzeichnende Stabilisierung im Bereich der 
250er-Marke abgeschlossen hat, ist deshalb über das Zwischenziel 
255,00-256,00 ein Anstieg in Richtung des Jahreshochs bei 262,23 zu 
erwarten. Eine relativ straffe Zinssenkungspolitik der MNB vorausgesetzt, 
besteht darüber hinaus Potenzial bis 268,05, dem Monatstief von August 2006. 
Sollte die 250,00 wider Erwarten nicht halten, ist spätestens an der 
Unterstützungsregion von 244,25-50 mit einer Trendwende zu rechnen. 
 
Volker Zenk 
 
FXresearch 
Tel.: +49 (0) 2151-6500 50 
FXdirekt Bank AG 
www.fxdirekt.de 
 

(END) Dow Jones Newswires

October 23, 2007 12:53 ET (16:53 GMT)

© 2007 Dow Jones News
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