New York (BoerseGo.de) – Die Entscheidung der US-Notenbank Federal Reserve die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 4,5Prozent zu senken, hat nur für eine kleine Atempause an der den ganzen Tag freundlich tendierenden Wall Street gesorgt. Nach der Verkündung der Entscheidung fiel der Dow rund 100 Punkte und notierte zwischenzeitlich im Minus, bevor computergesteuerte Kaufprogramme den Index über sein erreichtes Tageshoch in die Nähe von 14.000 Punkten trieben. Die Notenbankern haben in ihrem Kommentar auf mögliche neue Inflationsgefahren hingewiesen und weitere geldpolitische Maßnahmen von dem konjunkturellen Datenkranz der nächsten Zeit abhängig gemacht. Außerdem verunsicherte den Markt kurzzeitig die Gegenstimme bei der Entscheidung im Offenmarktausschuss. Dies könnte darauf hindeuten, dass die Federal Reserve zunächst überhaupt nicht mehr an der Zinsschraube drehen werde, so ein Händler. Für eine Überraschung sorgte die Bekanntgabe des Bruttoinlandsprodukts für das zweite Quartal, das mit 3,9 Prozent so stark stieg wie seit sechs Quartalen nicht mehr. Dies sorgte für gute Stimmung an der Börse, weil damit die Wahrscheinlichkeit einer Rezession sich etwas verringert habe, meinte ein Marktbeobachter. Weder der wieder auf Rekordniveau notierende Ölpreis noch der erneut schwächere Dollar konnten den Markt seiner guten Stimmung berauben.
Der Dow Jones Industrial gewann 1 Prozent auf 13.930,01 Punkte. Der S&P-500-verzeichnete Aufschläge von 1,2 Prozent auf 1.549,38 Punkte. Der Nasdaq Composite-Index legte um 1,5 Prozent auf 2.859,12 Zähler zu. Der Auswahlindex Nasdaq 100 kletterte um 1,4 Prozent auf 2.238,98 Punkte.
Mastercard wird sehr genutzt
Die Aktie des weltweit zweitgrößten Kreditkartenanbieters Mastercard gewann 21 Prozent auf 189,91 Dollar. Das Unternehmen erwirtschaftete im dritten Quartal einen Nettogewinn von 314,5 Millionen Dollar oder 2,31 Dollar je Aktie. Der Gewinnsprung gehe auf das Konto starker Konsumausgaben und einen Verkauf von Vermögenswerten zurück. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wies MasterCard einen Gewinn von 193 Millionen Dollar oder 1,42 Dollar je Aktie aus. Das weltweite Transaktionsvolumen um 14,1 Prozent auf 430 Milliarden Dollar zu. In der abgelaufenen Periode wurden 4,8 Milliarden Transaktionen getätigt. Dies entspricht gegenüber der Vergleichsperiode 2006 einem Plus von 13 Prozent.
Microsoft auf dem höchsten Stand seit 2001
Papiere des weltgrößten Softwareherstellers Microsoft waren der größte Gewinner im Dow Jones. Die Analysten von Sandford C. Bernstein & Co. Haben ihre Bewertung für die Aktie hochgenommen. Das Unternehmen sei aufgrund seines noch nicht ausgeschöpften Kurspotentials unterbewertet. Dies ließen sich die Anleger nicht zweimal sagen und hievten die Titel mit einem Kursplus von 3,5 Prozent auf 36,81 Dollar auf den höchsten Stand seit Juni 2001.
Newmont Mining überzeugt die Wall Street
Der zweitgrößte Goldminenbetreiber der Welt Newmont Mining überraschte die Analysten mit einem weitaus höheren Gewinn als erwartet. Das Unternehmen erwirtschaftete im dritten Quartal einen Nettogewinn von 397 Millionen Dollar oder 88 Cents je Aktie. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wies Newmont Mining einen Gewinn von 198 Millionen Dollar bzw. 44 Cents je Aktie aus. Auf operativer Basis wurden in der abgelaufenen Periode 72 Cents je Aktie verdient und dies war deutlich mehr als die von den Analysten geschätzten 25 Cent je Aktie. Newmont legte 9,6 Prozent auf 50,90 Dollar zu.
Weyerhaeuser schlägt die Erwartungen
Anteile des Holzverarbeiters Weyerhaeuser legten um 2,1 Prozent auf 75,61 Dollar zu. Der Gewinn je Aktie betrug 55 Cent .Der Umsatz verringerte sich um 9 Prozent von 4,55 auf 4,15 Milliarden Dollar. Die Konsensschätzung der Analysten war von einem Gewinn von 49 Cent je Aktie und einem Umsatz von 4,1 Milliarden Dollar ausgegangen.
