Die Ölpreise sind am Freitag gestützt von nachlassenden Nachfrageängsten gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im März kostete am Mittag 90,19 US-Dollar. Das waren 0,78 US-Dollar mehr als zum Handelsschluss am Donnerstag. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 0,95 Dollar auf 90,02 Dollar.
Angesichts der Erholung an den globalen Aktienmärkten und der Einigung zwischen US-Präsident George Bush und führenden Kongressabgeordneten über ein milliardenschweres Konjunkturprogramm hätten die Ängste der Investoren über die Entwicklung der Ölnachfrage der USA etwas nachgelassen, sagten Händler. Die USA sind der weltweit größte Ölverbraucher. Ein mögliches Abgleiten der US-Konjunktur in eine Rezession würde die globale Ölnachfrage deutlich reduzieren, hieß es.
Viele Marktteilnehmer beurteilen die Möglichkeit einer nachhaltigen Aufwärtsbewegung am Ölmarkt allerdings skeptisch. Bis das Konjunkturprogramm der US-Regierung Wirkung zeige, werde es einige Zeit dauern, sagte Ed Meir, Analyst von MF Global. In der Zwischenzeit würden die Fundamentaldaten des Ölmarktes beginnen, eher für sinkende Kurse zu sprechen.
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist unterdessen am Donnerstag leicht gefallen. Nach Angaben des OPEC-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel (159 Liter) aus den OPEC-Fördergebieten durchschnittlich 84,58 US-Dollar. Das waren 10 Cent weniger als zur Wochenmitte (84,68 Dollar). Die OPEC berechnet ihren so genannten Korbpreis auf der Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./FX/DP/he/bf/
AXC0111 2008-01-25/13:44
