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Wall Street schließt fester - Überraschende IBM-Aussagen beflügeln

DJ Wall Street schließt fester - Überraschende IBM-Aussagen beflügeln

NEW YORK (Dow Jones)--Mit einer festeren Tendenz aber unter ihren Tageshochs haben die Kurse an Wall Street am Dienstag den Handel beendet. Die überraschend erhöhte Prognose von IBM hatte im Verlauf für deutliche Kursgewinne gesorgt. Im späten Handel ließen dann allerdings Aussagen von Richard Fisher, Präsident der Federal Reserve von Dallas, die Kurse wieder etwas zurückfallen. Fisher sagte, die Sorgen in Bezug auf die Inflation würden weiter zunehmen. Dies reduzierte nach Ansicht von Händlern die Hoffnungen auf weitere Zinsssenkungen der US-Notenbank etwas.

Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) verbesserte sich um 0,9% oder 115 Punkte auf 12.685. Zwischenzeitlich war der Index schon bis auf 12.734 Punkte gestiegen. Der S&P-500 erhöhte sich um 0,7% bzw 9 Zähler auf 1.381. Der Nasdaq-Composite kletterte um 0,8% oder 18 Punkte auf 2.345. Umgesetzt wurden dabei 1,53 (Montag: 1,51) Mrd Aktien. Dabei standen den 2.177 Kursgewinnern 983 -verlierer gegenüber, 85 Titel schlossen unverändert.

"Das war eine faustdicke Überraschung", so ein Händler zu den Aussagen von IBM. Das Unternehmen kündigte an, im laufenden Jahr für 12 Mrd USD eigene Aktien zurückzukaufen. Damit erhöht sich rechnerisch der Gewinn je Aktie, so dass IBM die Gewinnprognose für 2008 auf mindestens 8,25 USD je Aktie erhöhte. Zuvor hatte IBM mit 8,20 bis 8,30 USD je Aktie gerechnet. Die Aktien kletterten um 3,9% auf 114,38 USD. Im Gefolge stiegen Intel um 3,8% auf 20,69 USD und Hewlett-Packard legten um 2,2% auf 49,20 USD zu.

Jedoch hat der Markt nach Aussage von Beobachtern bereits vor den Aussagen von IBM relative Stärke gezeigt. Die US-Konjunkturdaten seien zwar wie befürchtet etwas schlechter als erwartet ausgefallen, der Markt habe aber keine Abwärtsdynamik entfaltet. Dabei sei das wichtige US-Verbrauchervertrauen mit einem Wert von 75 im Februar deutlich unter die Konsenserwartung von 80,5 gefallen. Die Hoffnung, dass die schlechte Verbraucherumfrage der Universität Michigan von vergangener Woche nur ein regionales Phänomen sei, habe sich damit zerschlagen.

Die nachlassende Dynamik am Arbeitsmarkt in den USA in Verbindung mit sinkenden Immobilienpreisen dämpften weiter die Zuversicht der US-Verbraucher, ergänzte ein Händler. Gleichzeitig stiegen die US-Produzentenpreise in der Kernrate doppelt so stark an wie befürchtet.

Home Depot schlossen kaum verändert bei 28,83 USD. Die Baumarktkette hat einen Gewinneinbruch von 27% für das vierte Quartal vermeldet. Der Umsatz auf flächenbereinigter Basis brach um 8,3% ein. Zudem lag der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr deutlich unter Erwartung der Analysten: Home Depot erwartet nun einen Umsatzrückgang zwischen 4% und 5%. Analysten hatten nur mit rund 3% gerechnet. Gute Nachrichten gab es dagegen von der Elektronik-Handelskette RadioShack. Die Aktie legte um 21,5% auf 19,13 USD zu. Mit einem Quartalsgewinn von 0,75 USD je Aktie wurden die Analystenerwartungen deutlich übertroffen.

Google verloren dagegen 4,6% auf 464,19 USD. Das Marktforschungsunternehmen comScore berichtete von einer geringeren Nutzung bei sogenannten "Ads", einer der Haupteinnahmequellen des Internet-Suchdienstes. Gesucht waren mit dem deutlich über der Marke von 100 USD liegenden Ölpreis die Werte aus dem Ölsektor. So legten Exxon Mobil um 0,9% auf 89,89 USD zu.

DJG/DJN/ros 
 

(END) Dow Jones Newswires

February 26, 2008 17:09 ET (22:09 GMT)

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.

© 2008 Dow Jones News
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