DJ Wall Street schließt fest - US-Anleiheversicherer haussieren
NEW YORK (Dow Jones)--Positive Nachrichten zu den Anleiheversicherern Ambac und MBIA sowie besser als erwartet ausgefallene Daten zum US-Immobilienmarkt haben am Montag für deutliche Aufschläge an Wall Street gesorgt. Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte im späten Handel die Einstufung "AAA" für MBIA und Ambac bestätigt und damit für einen Aufwärtsschub gesorgt. Auch die nicht so stark wie erwartet gefallene Zahl der Verkäufe bestehender Häuser habe das Sentiment gestützt, hieß es von Händlern.
Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) erhöhte sich um 1,5% oder 189 Punkte auf 12.570 und schloss damit nur knapp unter seinem Tageshoch von 12.584 Punkten. Der S&P-500 legte um 1,4% bzw 19 Zähler auf 1.372 zu. Der Nasdaq-Composite verbesserte sich um 1,1% oder 24 Punkte auf 2.327. Umgesetzt wurden 1,51 (Freitag: 1,42) Mrd Aktien. Dabei standen 2.418 Kursgewinnern 751 -Verlierer gegenüber, 84 Titel schlossen unverändert.
"Eines der großen Risiken was die ganze Zeit über dem Markt schwebte, war eine mögliche Abstufung der Anleiheversicherer", so ein Analyst. Die Bestätigung der Ratings für die beiden Großen der Branche, Ambac und MBIA, habe somit zu einer sehr großen Erleichterung am Markt geführt, ergänzte der Teilnehmer. Es gebe zwar noch weitere Unsicherheiten, doch mit dieser Bestätigung sei erst einmal "ein großer Brocken" abgefallen, hieß es weiter. Entsprechend haussierten die Aktien der beiden Anleiheversicherer. Ambac legten um 15,9% auf 12,41 USD zu und MBIA stiegen um 19,7% auf 14,58 USD.
Allerdings sei weiterhin ungewiss, ob bereits alle schlechten Nachrichten in Bezug auf die US-Konjunktur und die Kreditkrise eingepreist seien, gab ein weiterer Analyst zu bedenken. Gute Nachrichten gab es zu Wochenbeginn vom Immobilienmarkt in den USA. Die Zahl der Verkäufe bestehender Häuser ist im Januar gegenüber dem Vormonat zwar um 0,4% und damit das sechste Mal in Folge gefallen, Volkswirte hatten allerdings mit einem mit einem deutlicheren Minus von 1,8% gerechnet. Auch der Chicago Fed National Activity Index, der zu Jahresbeginn auf einen Stand von minus 0,58 zugelegt hat lieferte etwas Unterstützung. Für den Vormonat wurde der Indexstand auf minus 0,69 revidiert, nachdem zunächst ein Wert von minus 0,91 genannt worden war.
Die Finanzwerte konnten vor dem Hintergrund der Nachrichten zu Ambac und MBIA ihre Verluste aus dem frühen Handel wieder ausgleichen. J.P.Morgan legten um 0,2% auf 44,03 USD zu und American Express erhöhten sich um 0,3% auf 45,21 USD. Dagegen verloren Citigroup 1,5% auf 24,74 USD. Die Citigroup muss offenbar erneut einen ihrer Hedgefonds unterstützen. Die Bank plane, Falcon Strategies eine Kreditlinie von 500 Mio USD zu gewähren, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf eine Pflichtmitteilung von Citigroup am späten Freitag. Der Hedgefonds hatte nach Angaben der Zeitung im vergangenen Jahr aufgrund der Kreditkrise rund 30% seines Wertes verloren. Im Rahmen der Unterstützung von Falcon Strategies habe Citigroup nun am vergangenen Mittwoch Vermögenswerte des Hedgefonds im Wert von 10 Mrd USD in ihre Bilanz genommen.
Gesucht waren auch Genentech, die um 8,9% auf 77,96 USD zulegten. Grund war die Meldung, dass die US-Gesundheitsbehörde FDA dem Pharmakonzern die Zulassung für das Krebsmittel "Avastin" zur Behandlung bei fortgeschrittenem Brustkrebs erteilt hat. "Avastin" durfte bislang nur bei anderen Krebsarten eingesetzt werden. Auch die Aktien von General Motors erholten sich im späten Handel von ihren Abgaben aus dem frühen Verlauf und legten um 0,5% auf 24,20 USD zu. Die Analysen der Deutschen Bank haben die Aktie auf "Hold" nach "Buy" heruntergestuft. Tiffany legten um 8,4% auf 40,46 USD zu. Hier gab es erneut Spekulationen über ein mögliches Gebot von LVMH. Beide Unternehmen wollten die Gerüchte nicht kommentieren.
DJG/DJN/ros
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February 25, 2008 17:11 ET (22:11 GMT)
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