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pressetext.de: Ausstellung: Tempelschätze des heiligen Berges - Daigo-ji - Der geheime Buddhismus in Japan

DJ pressetext.de: Ausstellung: Tempelschätze des heiligen Berges - Daigo-ji - Der geheime Buddhismus in Japan

Bonn (pts/18.04.2008/16:46) - Erstmals sind die großartigen Tempelschätze eines 
der ältesten Klöster Japans in Deutschland zu sehen: Daigo-ji. Die Ausstellung 
zeigt 240 herausragende Werke, darunter großformatige Skulpturen, wertvolle 
Gemälde und Bildrollen, kostbare Lackarbeiten, kunstvolle Kalligraphien, Sutren 
- die heiligen Schriften des Buddhismus - von unschätzbarem Wert. Sie sind nicht 
nur als Kunstobjekte zu bewundern, sondern sollen auch als Gebrauchsgegenstände 
einer bis heute praktizierten Religion erfahrbar werden. 
 
Die Klosteranlage Daigo-ji auf dem Berg Kasatori im Süden der alten Kaiserstadt 
Kyoto blickt auf eine über 1100 Jahre währende Geschichte zurück. Seit ihrer 
Gründung im Jahre 874 n. Chr. hat sie sich bis in unsere Zeit als eines der 
bedeutendsten religiösen Zentren und Wallfahrtsort erhalten. 
 
Unser TV Team hat vom Daigoji-Dreh sehr schöne Atmos, O-Töne und ein 
halbstündiges Interview mit dem Abt mitgebracht, z.B.: 
 
- Mandren singen und kleine Glöckchen; 
- Kleine Glocke zum Wecken um halb sechs; 
- große Glocke für mittags; 
- Bergasketen singen Mandras und schlagen die Trommel auf dem Berg; 
- Mandras bei der Wasseraskese; 
- Mandras bei der Feuerzeremonie mit Trommelschlagen, sehr rhythmisch; 
- Mandras mit Sistren bei der Feuerzeremonie der Bergasketen; 
- Muschelhörner-Blasen der Bergasketen; 
 
Antworten des Abtes zu folgenden Fragen: 
- wie würden Sie einem Europäer erklären, was der Geheime Buddhismus ist? 
- was sind die Gebote dieser Religion? 
- wie steht diese Religion zum Tod? 
- wie steht diese Religion zur Gewalt? 
- was sind die wichtigen Riten diser Religion? 
- wie sehen Sie die Zukunft dieser Religion? 
- was sind die Aufgaben des Tempels? 
 
Das Kloster Daigo-ji war seit jeher nicht nur ein Zentrum für Studien der 
buddhistischen Religion, sondern auch der Philosophie und der Medizin. Das 
religiöse Charisma der Mönche kommt in einer Vielzahl von Legenden und Mythen 
zum Ausdruck. Die politische Bedeutung, die der Tempel und Wallfahrtsort seine 
langjährige Geschichte hindurch bewahrt hat, wird in seiner Architektur und in 
seiner Sammlung durch eine große Anzahl von Objekten sichtbar. 1994 wurde die 
Klosteranlage Daigo-ji zum UNESCO-Weltkulturerbe erhoben. 
 
Spektakulär in dieser Ausstellung ist die Vielzahl der Kulturschätze, die unter 
dem nationalen Kulturschutzgesetz extrem selten Japan verlassen. Diese einmalige 
Sensation ist einerseits durch eine enge Kooperation mit dem Leihgeber und dem 
Nationalmuseum Japans, andererseits durch den hohen technischen Standard der 
Bundeskunsthalle erstmals möglich geworden. Noch nie war eine so hohe Anzahl 
geschützter Kulturgüter in einer Ausstellung außerhalb Japans zu sehen. 
 
Die japanischen Kulturschätze werden von der japanischen Kulturbehörde "Agency 
for Cultural Affairs" in drei Kategorien unterteilt: Nationalschatz, Wichtiges 
Kulturgut und Wichtiges Kunstobjekt. Allein 13 Nationalschätze werden nach Bonn 
gebracht, die illuminierten Sutren aus dem 8. Jahrhundert, seltene, bis zu 3 m 
große Malereien aus dem 11. bis zum 13. Jahrhundert und Handschriften der alten 
Kaiser umfassen. Weiterhin beinhaltet die Ausstellung 93 Wichtige Kulturgüter, 
unter anderem hervorragende Skulpturen, Malereien bis zu 6 m Höhe, große 
Mandalas und in Goldtusche geschriebene Schriften des Geheimen Buddhismus sowie 
typisch japanische Stellschirme aus dem 17. Jahrhundert mit prachtvoller 
Goldverzierung. Künstlernamen wie der des Bildhauers Kaikei (12/13. Jh.) und dem 
Maler Tawaraya Sotatsu (17. Jh.) zieren den kunsthistorischen Horizont. 
 
Unter den zahlreichen kulturhistorischen Ausstellungen ist eine zu einer großen 
Sammlung aus Japan selten, weil die japanische Kunst Werke aus Papier und Holz 
von hoher Fragilität hervorgebracht hat, deren Sensibilität schwer mit einem 
langen Transport zu vereinbaren ist. Wenig bekannt ist jedoch, welch monumentale 
Formate die Skulpturen aus Holz annehmen können, welch feine Dekorationen auf 
Papier möglich sind. Die Ausstellung präsentiert erstmalig außerhalb Japans eine 
der größten buddhistischen Kunstsammlungen, die mehr als ein Jahrtausend 
überspannt. Die Ausstellung ist wegen der Fragilität der Exponate zeitlich 
begrenzt und wird exklusiv in Bonn gezeigt. 
 
Der Terminus "Geheimer" Buddhismus klingt zuerst befremdend, jedoch ist dies die 
direkte Übersetzung des in Ostasien gebräuchlichen Namens für den esoterischen 
Buddhismus. Das japanische Wort "mikkyo" (chin. mijiao)bezeichnet den 
gesamten Geheimen Buddhismus in Japan, China und Korea. Es besteht aus dem 
Schriftzeichen "mi", das für das Geheime, aber auch für Intensität und Intimität 
steht, und dem Zeichen "kyo", das "Lehre" bedeutet. Viele Gläubige und 
Geistliche der Schule in Japan verstehen ihre Lehre als den besonders "intimen" 
Buddhismus - "intim" im Sinne vom "dem Buddha nahe sein". 
 
Die Ausstellung gibt eine Einführung in den japanischen Shingon-Buddhismus und 
präsentiert das Bergkloster Daigo-ji als einen Kulturträger ersten Ranges. Sie 
zeigt auf, wie sich die Hauptwege der Religion in Kunst und Geschichte 
widerspiegeln. Die ungewohnte Bildersprache des esoterischen oder Geheimen 
Buddhismus wird in ihrem Bezug zur Glaubenslehre, in der Entstehung ihrer 
Symbolik und in ihrer rituellen Bedeutung verständlich gemacht. Die Kunst des 
Shingon-Buddhismus erscheint wegen der Vielfalt der Heilsgestalten und ihrer 
ungewohnten Formen zunächst häufig unverständlich. Deshalb konzentriert sich die 
Ausstellung gezielt auf Heilsfiguren aus dem Pantheon, die im engen Zusammenhang 
mit dem Tempel Daigo-ji stehen, und bringt so die Grundstruktur der Bildlichkeit 
nahe. 
 
Folgende sechs Kapitel gliedern die Ausstellung: 
 
Kapitel 1 Gegenwärtig und zeitlos 
Kapitel 2 Der Buddhismus in Bewegung - vom Mahayana zum Vajrayana 
Kapitel 3 Von Kaisern, Shogunen und ehrwürdigen Mönchen - Der Daigo-ji und seine 
Geschichte 
Kapitel 4 Tempelschätze des heiligen Berges 
Kapitel 5 Auf den Spuren der Asketen - Volksnähe und Einsamkeit 
Kapitel 6 Leuchtendes Erbe - Malereien der Tempelhallen 
 
Die Ausstellung: 
Tempelschätze des heiligen Berges 
Daigo-ji - Der Geheime Buddhismus in Japan 
findet vom 25. April bis 24. August 2008 statt. 
Die Pressekonferenz im Forum ist am 24. April um 11 Uhr. Nach der PK findet in 
der Ausstellung eine Buddhistische Zeremonie statt. 
 
Pressekontakt: 
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepbulik Deutschland GmbH 
Friedrich-Ebert-Allee 4 
53113 Bonn 
Frau Maja Majer-Wallat 
Telefon: 0228-9171-204 
Telefax: 0228-9171-211 
majer-wallat@kah-bonn.de (Ende) 
 
Aussender: Kunst- und Austellungshalle der Bundesrepublik Deutschland 
Ansprechpartner: Maja Majer-Wallat 
Email: majer-wallat@kah-bonn.de 
Tel.: 0228 9171-204 
 
Quelle: http://pressetext.com/pte.mc?pte=080418031 
 
© pressetext Nachrichtenagentur GmbH http://www.pressetext.de - Die inhaltliche 
Verantwortung für redaktionelle Meldungen (pte) liegt bei pressetext, für 
Pressemitteilungen (pts) beim jeweiligen Aussender. Weitere Informationen 
erhalten Sie bei unserem Redaktionsservice unter info@pressetext.com oder Tel. 
+43-1-81140-300. 
 
 

(END) Dow Jones Newswires

April 18, 2008 10:50 ET (14:50 GMT)

© 2008 Dow Jones News
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