DJ ÜBERBLICK/Konjunktur, Zentralbanken - 19.00 Uhr-Fassung
US/OFHEO-Hauspreisindex im Mai um 4,8% unter Vorjahresniveau
Die Hauspreise in den USA sind im Mai sowohl auf Monats- als auch auf Jahressicht weiter gefallen. Wie das Office of Federal Housing Enterprise Oversight (OFHEO) am Dienstag mitteilte, sanken die Preise gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 0,3%. Für die zwölf Monate bis Ende Mai wies OFHEO ein Minus von 4,8% aus. Damit lag der Index um 4,9% unter dem im April 2007 verzeichneten Höhepunkt.
Plosser: Preisentwicklung könnte zu Fed-Zinserhöhungen führen
Der Präsident der Federal Reserve Bank of Philadelphia, Charles Plosser, hat sich angesichts des hohen Preisdrucks in den USA für einen Kurswechsel der Federal Reserve ausgesprochen. "Um zu verhindern, dass die jüngsten Inflationsraten die Wirtschaft weiter belasten und dass die Inflationserwartungen steigen, muss die gegenwärtig sehr akkommodierende Ausrichtung der Geldpolitik umgekehrt werden", sagte Plosser.
US/Paulson: Erwarte weiter Anspannungen bis Häusermarkt stabil
Die Finanzmärkte dürften nach Einschätzung von US-Finanzminister Henry Paulson angespannt bleiben, bis sich die Lage am Häusermarkt wieder normalisiert hat. Vor diesem Hintergrund sei die Unterstützung der beiden angeschlagenen, halbstaatlichen Hypothekenfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac besonders wichtig, erklärte Paulson bei einer Rede.
CBO: Kreditlinie für Fannie und Freddie kostet Staat 25 Mrd USD
Das vom US-Finanzministerium vorgeschlagene Maßnahmenpaket zur Stützung der beiden halbstaatlichen Hypothekenfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac könnte zu zusätzlichen Staatsausgaben in Milliardenhöhe führen. Wie das Congressional Budget Office (CBO) mitteilte, würde eine Erhöhung des Kreditrahmens der Hypothekenfinanzierer sowie ein möglicher Aktienaufkauf zu einer Erhöhung der Staatsausgaben im laufenden und kommenden Jahr um insgesamt 25 Mrd USD führen.
Paulson: Starker Dollar im Interesse der USA
US-Finanzminister Henry Paulson hat sich abermals für einen starken Dollar-Wechselkurs ausgesprochen. Ein starker Dollar sei sehr wichtig für die Interessen des Landes, sagte Paulson im Anschluss an eine Rede an der New York Public Library. Die langfristige, fundamentale Stärke der US-Wirtschaft werde sich im Wechselkurs widerspiegeln.
IWF/Lipsky: Dollar sehr nahe am Gleichgewichtswert
Der US-Dollar hat nach Einschätzung von John Lipsky, der Nummer zwei des Internationalen Währungsfonds (IWF), weitgehend eine nachhaltige Bewertung erreicht. "Der Dollar notiert derzeit so nahe an seinem mittelfristigen Gleichgewichtskurs, wie es in den vergangenen zehn Jahren nicht der Fall gewesen ist", sagte Lipsky bei einer Rede vor der Brookings Institution in Washington.
Deutsche Beschäftigungsquote 2007 über EU-Durchschnitt
Die Beschäftigungsquote in Deutschland betrug Eurostat zufolge im vergangenen Jahr 69,4% und lag damit über dem Durchschnitt von 65,4%, der für die 27 EU-Staaten angegeben wurde. Acht Staaten schnitten besser ab, wobei Dänemark, die Niederlande, Schweden, Österreich, Großbritannien, Zypern und Finnland Werte über 70% erreichten. Schlusslichter mit Quoten unter 60% sind Malta, Polen, Ungarn, Italien und Rumänien.
Polnische Nettoinflation zieht im Juni weiter an
Der Inflationsdruck in Polen hat im Juni weiter zugenommen. Wie die Notenbank des Landes mitteilte, stieg die um die Preisentwicklung von Nahrungsmitteln und Benzin bereinigte Nettoinflation in der Jahresrate auf 3,4% von 3,2% im Mai. Volkswirte hatte ein Rate von 3,3% erwartet. Auf Monatssicht legten die entsprechenden Preise um 0,3% zu.
EZB: Nettofremdwährungsposition 165,5 (166,0) Mrd EUR
Die Nettoposition des Eurosystems in Fremdwährung hat sich in der Woche zum 18. Juli gegenüber der Vorwoche um 0,5 Mrd auf 165,5 Mrd EUR verringert. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) weiter mitteilte, sanken die Bestände des Eurosystems an marktgängigen Wertpapieren von Ansässigen in der Eurozone um 2,6 Mrd auf 110,2 Mrd EUR.
DJG/kth
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July 22, 2008 13:00 ET (17:00 GMT)
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