München (ots) -
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Wenn erwachsene Menschen, zumeist Männer, aufgeregt sind wie kleine Kinder und vor Begeisterung ein Glänzen in den Augen haben - dann sind meist Autos im Spiel. Und je älter die Autos, desto größer die Freude. Ein Phänomen, das sich zuletzt beim AvD-Oldtimer-Grandprix auf dem Nürburgring beobachten ließ. 63.000 Zuschauer lockte das Spektakel an und nicht nur Rennfahrer-Legende Jockel Winkelhock war verzückt.
O-Ton Winkelhock (0:15) "Man trifft viele alte Kollegen, aber nicht nur alte Leute sind da, sondern auch junge Leute, die irgendwo von ihrer Kindheit noch viele Erinnerungen haben an irgendwelche alten Rennfahrzeuge oder alte normale Straßenfahrzeuge. Und der Oldtimer-Grandprix hier am Nürburgring hat schon eine besondere Atmosphäre."
Rund 650 Rennfahrzeuge aus einem Jahrhundert Motorsport-Geschichte gingen auf die Piste . Ältestes Auto auf der Strecke war ein Opel-Rennwagen von 1903, freut sich Opel-Geschäftsführer Hans Demant.
O-Ton Demant (0:12) "Schon Adam Opel hat sich damit beschäftigt, seine Söhne ja auch, und wir haben über die ganzen Jahre immer Motorsport betrieben. Wenn Sie sich die Autos hier in dem Zelt anschauen, ist es einfach toll. Ich freu mich und bin stolz auf diese Vergangenheit."
Rund 350 historische Fahrzeuge stehen in den Werkshallen von Opel in Rüsselsheim und werden dort gehegt und gepflegt. Aber, so Hans Demant:
O-Ton Demant (0:07) "Ein Auto möchte eigentlich bewegt werden. Ein Auto irgendwo nur stehen zu haben, ist schön, kann man sich anschauen, eine schöne Skulptur, aber das Auto kommt erst dann zum Leben, wenn man es fährt."
Musik: Markus - Ich will Spaß
Auch Saab hatte zwei historische Saab 99 Ralleywagen zum Nürburgring mitgebracht. Dazu Rallye-Legende Stig Blomqvist. 1976 fuhr der Schwede mit einem Saab 99 beim Rallye-Lauf im belgischen Spa als Erster durchs Ziel.
O-Ton Blomqvist (overvoiced; 0:10) "Es ist schon sehr emotional, diese Autos wieder zu sehen, mit denen man viel erflebt hat, und sie jetzt noch einmal fahren zu können. "
In der Automobilhistorie schwelgen und sich dabei den kühlen Fahrtwind um die Nase pusten lassen. Stig Blomqvist kann die Faszination für alte Autos nachvollziehen.
O-Ton Blomqvist (overvoiced; 0:32) Die Fahrer lieben ihre Autos einfach und sie lieben es, damit herumzufahren. Ich habe mal einen Fahrer gefragt, wie kannst Du Dir das leisten, Du investierst da doch Unsummen hinein. Und er meinte, man bezahle auch für die Geschichte des Autos. Wenn dann mal was kaputtgeht, ist das nicht ganz billig, aber die Geschichte des Autos ist es einfach wert."
Die Geschichte zeigt aber auch, welche technischen Errungenschaften, die im Rennsport heute selbstverständlich, es damals alle noch nicht gab. Besonders beeindruckend war für Jockel Winkelhock eine Fahrt mit einem Opel-Rennwagen von 1918.
O-Ton Winkelhock (0:15) "Es gab keine Helme, es gab keine Fahrer-Schutzbekleidung, es gab keine Sicherheitsgurte. Die Jungs sind wirklich im Freien gesessen und beim Unfall haben die wirklich mit dem Schlimmsten rechnen müssen. Und was die Burschen damals geleistet haben, da muss ich sagen, in der heutigen Generation da sind wir wirklich Weicheier."
Schlottern in den Knien bekommen viele Fahrer heute eher wegen anderer Dinge: 1,56 Euro, die die Tankstelle am Nürburgring pro Liter Edel-Sprit verlangt, holen auch den größten Oldtimer-Fan ganz schnell in die Gegenwart zurück.
ACHTUNG REDAKTIONEN: Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Wir bitten jedoch um einen Hinweis, wie Sie den Beitrag eingesetzt haben an desk@newsaktuell.de.
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O-Ton Winkelhock (0:15) "Man trifft viele alte Kollegen, aber nicht nur alte Leute sind da, sondern auch junge Leute, die irgendwo von ihrer Kindheit noch viele Erinnerungen haben an irgendwelche alten Rennfahrzeuge oder alte normale Straßenfahrzeuge. Und der Oldtimer-Grandprix hier am Nürburgring hat schon eine besondere Atmosphäre."
Rund 650 Rennfahrzeuge aus einem Jahrhundert Motorsport-Geschichte gingen auf die Piste . Ältestes Auto auf der Strecke war ein Opel-Rennwagen von 1903, freut sich Opel-Geschäftsführer Hans Demant.
O-Ton Demant (0:12) "Schon Adam Opel hat sich damit beschäftigt, seine Söhne ja auch, und wir haben über die ganzen Jahre immer Motorsport betrieben. Wenn Sie sich die Autos hier in dem Zelt anschauen, ist es einfach toll. Ich freu mich und bin stolz auf diese Vergangenheit."
Rund 350 historische Fahrzeuge stehen in den Werkshallen von Opel in Rüsselsheim und werden dort gehegt und gepflegt. Aber, so Hans Demant:
O-Ton Demant (0:07) "Ein Auto möchte eigentlich bewegt werden. Ein Auto irgendwo nur stehen zu haben, ist schön, kann man sich anschauen, eine schöne Skulptur, aber das Auto kommt erst dann zum Leben, wenn man es fährt."
Musik: Markus - Ich will Spaß
Auch Saab hatte zwei historische Saab 99 Ralleywagen zum Nürburgring mitgebracht. Dazu Rallye-Legende Stig Blomqvist. 1976 fuhr der Schwede mit einem Saab 99 beim Rallye-Lauf im belgischen Spa als Erster durchs Ziel.
O-Ton Blomqvist (overvoiced; 0:10) "Es ist schon sehr emotional, diese Autos wieder zu sehen, mit denen man viel erflebt hat, und sie jetzt noch einmal fahren zu können. "
In der Automobilhistorie schwelgen und sich dabei den kühlen Fahrtwind um die Nase pusten lassen. Stig Blomqvist kann die Faszination für alte Autos nachvollziehen.
O-Ton Blomqvist (overvoiced; 0:32) Die Fahrer lieben ihre Autos einfach und sie lieben es, damit herumzufahren. Ich habe mal einen Fahrer gefragt, wie kannst Du Dir das leisten, Du investierst da doch Unsummen hinein. Und er meinte, man bezahle auch für die Geschichte des Autos. Wenn dann mal was kaputtgeht, ist das nicht ganz billig, aber die Geschichte des Autos ist es einfach wert."
Die Geschichte zeigt aber auch, welche technischen Errungenschaften, die im Rennsport heute selbstverständlich, es damals alle noch nicht gab. Besonders beeindruckend war für Jockel Winkelhock eine Fahrt mit einem Opel-Rennwagen von 1918.
O-Ton Winkelhock (0:15) "Es gab keine Helme, es gab keine Fahrer-Schutzbekleidung, es gab keine Sicherheitsgurte. Die Jungs sind wirklich im Freien gesessen und beim Unfall haben die wirklich mit dem Schlimmsten rechnen müssen. Und was die Burschen damals geleistet haben, da muss ich sagen, in der heutigen Generation da sind wir wirklich Weicheier."
Schlottern in den Knien bekommen viele Fahrer heute eher wegen anderer Dinge: 1,56 Euro, die die Tankstelle am Nürburgring pro Liter Edel-Sprit verlangt, holen auch den größten Oldtimer-Fan ganz schnell in die Gegenwart zurück.
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