DJ DEVISEN/Euro wird weiter angezählt - Zeitweise unter 1,47 USD
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro ist am Freitagvormittag zum Dollar auf den tiefsten Stand seit dem 20. Februar gefallen. Im Tagestief handelte die Gemeinschaftswährung gegen 10.25 Uhr MESZ bei 1,4696 USD. Aktuell wechselt sie mit 1,4728 USD den Besitzer. Händler sprechen von einer Stärke des Dollar auf breiter Basis. Zum Yen ist die US-Währung auf den höchsten Stand seit Januar geklettert, und das "Cable" genannte Pfund/Dollar-Paar ist auf ein Zweijahrestief gefallen.
Eugen Keller vom Frankfurter Bankhaus Metzler begründet die Kursverluste des Euro zum Greenback in erster Linie technisch: "Anleger haben im Verlauf dieser Woche immer wieder auf eine Erholung des angeschlagenen Euro gesetzt. Diese Erwartungen wurden enttäuscht, und vor dem nahen Wochenende werden die auf eine Euro-Erholung eröffneten Positionen nun geschlossen", erläutert Keller.
Bereits am Donnerstag hätten "eine zu hohe US-Inflation und zu schwache US-Wachstumszahlen" dem Dollar nicht geschadet, merkt Keller an. Stattdessen agierten Investoren "trendfolgend", kauften also weiter Dollar gegen andere, auch asiatische Devisen. "Schon bei kleinen Gegenbewegungen des überverkauften Euro nutzen Anleger höhere Kurse zu erneuten Verkäufen", sagt ein Devisenhändler.
Der Euro ist laut Keller technisch nun bei 1,4660 und 1,4610 USD unterstützt. Sollte er unter die wichtige Unterstützung bei 1,4534 USD fallen, drohe eine Ausweitung der Verluste.
Die Feinunze Gold ist am Vormittag in London mit 784,50 USD festgestellt. Am Donnerstagnachmittag lag das Fixing bei 819 USD. "Solange der US-Dollar weiter aufwertet, sollte Gold in der Defensive bleiben", prognostiziert die Commerzbank. Der feste Dollar und der nachgebende Ölpreis belasteten die Edelmetallpreise.
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Europa Europa New York
(12.10) (7.34) (Vorabend)
EUR/USD 1,4728 1,4774 1,4809
USD/JPY 110,52 110,29 109,63
EUR/JPY 162,75 162,95 162,31
EUR/GBP 0,7928 0,7924 --
EUR/CHF 1,6171 1,6216 --
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August 15, 2008 06:17 ET (10:17 GMT)
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