Der Inflationsdruck in den USA lässt nach: Die Teuerung in der weltweit größten Volkswirtschaft sank 2007 im Jahresdurchschnitt auf 2,8 Prozent, nach 3,2 Prozent im Vorjahr. Damit lag die Geldentwertung in den USA auf dem niedrigsten Stand seit 2004. Von November auf Dezember legten die Verbraucherpreise nur noch um 0,3 (Vormonat: 0,8) Prozent zu, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Die jährliche Inflationsrate sank im Dezember auf 4,1 (4,3) Prozent.
Ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Lebensmittel betrug die monatliche Teuerung lediglich 0,2 (0,3) Prozent. Als einer der Hauptgründe für den nachlassenden Inflationsdruck sehen die Experten die nachgebenden Immobilienpreise in den USA angesichts der Hypothekenkrise.
Damit wächst der Spielraum für die US-Notenbank, auf der nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses am 30. Januar den Leitzins zu senken. Volkswirte rechnen unisono mit einer Ermäßigung um 0,50 Prozentpunkte auf dann 3,75 Prozent. Fed-Chef Ben Bernanke und sein Notenbankkollege Frederic Mishkin hatten erst unlängst vor Wachstumrisiken für die US-Ökonomie gewarnt und eine weitere geldpolitische Lockerung in Aussicht gestellt. /pm/tc/kf/DP/js
AXC0156 2008-01-16/18:11
