EMFIS.COM - 26.03.2011 (www.emfis.com) Obwohl es unterm Strich ein Plus gab, konnten die Kurse der chinesischen Solarwerte die Höchststände der Vorwoche nicht erreichen. Der Schock über die Atomkatastrophe in Japan ließ zuletzt deutlich nach, obwohl nach wie vor kritische Meldungen von dem Pannen-AKW in Fukushima an die Öffentlichkeit gelangen. Das Solactive China Solar Index Zertifikat (DB2CSL) legte im Wochenvergleich 2,5 Prozent zu auf 6,12 Euro. Der Index enthält die Aktien von 9 großen chinesischen Solarunternehmen.
Stürmische Zeiten kommen auf die Solarbranche zu. Die Experten von Solarbuzz lieferten jetzt weitere Details...
Laut der aktuellen Studie des Marktforschungsinstitutes Solarbuzz ist der Solarzubau im letzten Jahr um 139 Prozent auf 18,2 Gigawatt gestiegen. Auch der Umsatz konnte sich mit 82 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppeln. Europa kam dabei auf einem Marktanteil von 81 Prozent. Damit hat der Solarmarkt im letzten Jahr auch die optimistischsten Prognosen in den Schatten gestellt. Imposant war dabei vor allem die Stärke der chinesischen Unternehmen, die im letzten Jahr sogar den bislang führenden Solarzellen-Hersteller First Solar überflügelten. Mittlerweile liegt das US-Unternehmen im internationalen Ranking abgeschlagen an dritter Stelle hinter Suntech Power und JA Solar.
Obwohl die Experten Solarbuzz nicht gerade zu den Solar-Skeptikern zählen, räumen auch sie ein, dass sich der Markt in diesem Jahr verändern wird. Bereits im letzten Jahr hat sich die Zahl der Installationen in den USA und Japan verdoppelt. Auch für dieses Jahr wird in diesen Regionen ein rapider Wachstum erwartet. Trotz der Subventionskürzungen in Europa zur Jahresmitte soll der Gesamtmarkt in diesem Jahr um 25 Prozent expandieren. Der Marktanteil von Europa wird bis 2015 voraussichtlich jedoch auf etwa 50 Prozent schrumpfen. Es wird erwartet, dass die USA in den nächsten Jahren der am schnellsten wachsende Markt für Solarprodukte sein wird und die Flaute in Europa kompensieren kann. Trotzdem sollen sich die Verkaufspreise in den nächsten fünf Jahren etwa halbieren. Die prognostizierten Subventionskürzungen werden voraussichtlich höher ausfallen, als die Kosteneinsparungen der Solarindustrie. Allerdings ist diese Sicht nicht unumstritten, denn angesichts der schwelenden Atom-Katastrophe in Japan gilt es als wahrscheinlich, dass einige Regierungen ihre angekündigten Förderkürzungen zumindest teilweise wieder zurücknehmen werden.
Neben dieser Zukunftsprognose gab es auch harte Zahlen von China Sunergy für das vierte Quartal: Der Nettogewinn von 15,4 Millionen US-Dollar hat die Erwartung der Analystenschar deutlich übertroffen. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 3,6 Millionen US-Dollar verbucht. Der Umsatz stieg um 74 Prozent auf 169,6 Millionen US-Dollar. Insgesamt legte China Sunergys Umsatz im letzten Jahr 81,5 Prozent zu auf 517,2 Millionen US-Dollar. Der Nettogewinn belief sich auf 51,7 Millionen US-Dollar. 2009 war das Unternehmen auf einen Verlust von 10,3 Millionen US-Dollar gekommen.
Vor allem der positive Ausblick erfreute die Anleger: In diesem Jahr will China Sunergy Solarprodukte mit einer Leistung zwischen 670 und 690 Megawatt verkaufen, was nahezu einer Absatzverdopplung gegenüber 2010 entsprechen würde. Darüber geriet fast in den Hintergrund, dass die letztjährige Bruttomarge von 17,8 Prozent recht mager ausfiel. In diesem Jahr soll sich die Marge voraussichtlich sogar noch verringern – auf einen Wert zwischen 9 bis 10,5 Prozent, was deutlich unter den Gewinnspannen der Konkurrenz liegt.
Auch die übrigen Solarkonzerne waren in den letzten Wochen nicht untätig: Medienberichten zufolge hat Yingli Green Energy in der chinesischen Provinz Hebei jetzt mit der Errichtung einer neuen Produktionsanlage für Solar-Ingots begonnen. Die Produktionskapazität soll bei 150 Megawatt liegen. Derweil will Marktführer Suntech Power in Tibet auf etwa 4.000 Metern Höhe eine Solaranlage mit einer Kapazität von 10 Megawatt errichten. Suntech Power engagiert sich bereits seit mehreren Jahren bei der Elektrifizierung abgelegener Gebiete Tibets. Die Solaranlage soll die Haushalte vor Ort mit jährlich 20.000 Megawattstunden Strom beliefern.
Canadian Solar, der kanadischer Solarkonzern mit chinesischen Wurzeln, wird zusammen mit der SkyPower Ltd. in Ontario einen dritten Solarpark mit einer Leistung von 10,5 Megawatt bauen. Die anderen beiden Projekte befinden sich in Napanee und in der Nähe des Thunder Bay International Airport. Diese drei Projekte mit einer Gesamtleistung von 30 Megawatt sollen noch im dritten Quartal fertiggestellt werden und rund 50.000 Haushalte versorgen.
Die im Solactive China Solar Index enthaltenen Einzelwerte sind:
Yingli Green Energy Holding
JA Solar Holdings
Canadian Solar
Trina Solar
Hanwha SolarOne
ReneSola
China Sunergy
Suntech Power Holdings
LDK Solar
Stürmische Zeiten kommen auf die Solarbranche zu. Die Experten von Solarbuzz lieferten jetzt weitere Details...
Laut der aktuellen Studie des Marktforschungsinstitutes Solarbuzz ist der Solarzubau im letzten Jahr um 139 Prozent auf 18,2 Gigawatt gestiegen. Auch der Umsatz konnte sich mit 82 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppeln. Europa kam dabei auf einem Marktanteil von 81 Prozent. Damit hat der Solarmarkt im letzten Jahr auch die optimistischsten Prognosen in den Schatten gestellt. Imposant war dabei vor allem die Stärke der chinesischen Unternehmen, die im letzten Jahr sogar den bislang führenden Solarzellen-Hersteller First Solar überflügelten. Mittlerweile liegt das US-Unternehmen im internationalen Ranking abgeschlagen an dritter Stelle hinter Suntech Power und JA Solar.
Obwohl die Experten Solarbuzz nicht gerade zu den Solar-Skeptikern zählen, räumen auch sie ein, dass sich der Markt in diesem Jahr verändern wird. Bereits im letzten Jahr hat sich die Zahl der Installationen in den USA und Japan verdoppelt. Auch für dieses Jahr wird in diesen Regionen ein rapider Wachstum erwartet. Trotz der Subventionskürzungen in Europa zur Jahresmitte soll der Gesamtmarkt in diesem Jahr um 25 Prozent expandieren. Der Marktanteil von Europa wird bis 2015 voraussichtlich jedoch auf etwa 50 Prozent schrumpfen. Es wird erwartet, dass die USA in den nächsten Jahren der am schnellsten wachsende Markt für Solarprodukte sein wird und die Flaute in Europa kompensieren kann. Trotzdem sollen sich die Verkaufspreise in den nächsten fünf Jahren etwa halbieren. Die prognostizierten Subventionskürzungen werden voraussichtlich höher ausfallen, als die Kosteneinsparungen der Solarindustrie. Allerdings ist diese Sicht nicht unumstritten, denn angesichts der schwelenden Atom-Katastrophe in Japan gilt es als wahrscheinlich, dass einige Regierungen ihre angekündigten Förderkürzungen zumindest teilweise wieder zurücknehmen werden.
Neben dieser Zukunftsprognose gab es auch harte Zahlen von China Sunergy für das vierte Quartal: Der Nettogewinn von 15,4 Millionen US-Dollar hat die Erwartung der Analystenschar deutlich übertroffen. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 3,6 Millionen US-Dollar verbucht. Der Umsatz stieg um 74 Prozent auf 169,6 Millionen US-Dollar. Insgesamt legte China Sunergys Umsatz im letzten Jahr 81,5 Prozent zu auf 517,2 Millionen US-Dollar. Der Nettogewinn belief sich auf 51,7 Millionen US-Dollar. 2009 war das Unternehmen auf einen Verlust von 10,3 Millionen US-Dollar gekommen.
Vor allem der positive Ausblick erfreute die Anleger: In diesem Jahr will China Sunergy Solarprodukte mit einer Leistung zwischen 670 und 690 Megawatt verkaufen, was nahezu einer Absatzverdopplung gegenüber 2010 entsprechen würde. Darüber geriet fast in den Hintergrund, dass die letztjährige Bruttomarge von 17,8 Prozent recht mager ausfiel. In diesem Jahr soll sich die Marge voraussichtlich sogar noch verringern – auf einen Wert zwischen 9 bis 10,5 Prozent, was deutlich unter den Gewinnspannen der Konkurrenz liegt.
Auch die übrigen Solarkonzerne waren in den letzten Wochen nicht untätig: Medienberichten zufolge hat Yingli Green Energy in der chinesischen Provinz Hebei jetzt mit der Errichtung einer neuen Produktionsanlage für Solar-Ingots begonnen. Die Produktionskapazität soll bei 150 Megawatt liegen. Derweil will Marktführer Suntech Power in Tibet auf etwa 4.000 Metern Höhe eine Solaranlage mit einer Kapazität von 10 Megawatt errichten. Suntech Power engagiert sich bereits seit mehreren Jahren bei der Elektrifizierung abgelegener Gebiete Tibets. Die Solaranlage soll die Haushalte vor Ort mit jährlich 20.000 Megawattstunden Strom beliefern.
Canadian Solar, der kanadischer Solarkonzern mit chinesischen Wurzeln, wird zusammen mit der SkyPower Ltd. in Ontario einen dritten Solarpark mit einer Leistung von 10,5 Megawatt bauen. Die anderen beiden Projekte befinden sich in Napanee und in der Nähe des Thunder Bay International Airport. Diese drei Projekte mit einer Gesamtleistung von 30 Megawatt sollen noch im dritten Quartal fertiggestellt werden und rund 50.000 Haushalte versorgen.
Die im Solactive China Solar Index enthaltenen Einzelwerte sind:
Yingli Green Energy Holding
JA Solar Holdings
Canadian Solar
Trina Solar
Hanwha SolarOne
ReneSola
China Sunergy
Suntech Power Holdings
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