Frankfurt (BoerseGo.de) - Deutsche Staatshilfen können den Autobauer Opel nach Ansicht des Branchenexperten Willi Diez nicht retten. Opel könne nur überleben, wenn der Mutterkonzern General Motors in den USA gerettet werde, sagte Diez der dpa. Der Rüsselsheimer Autobauer sei stark im System des Mutterkonzerns vernetzt. Für den ums Überleben kämpfenden Konzern GM sei derzeit aber keine schnelle Staatshilfe in Sicht.
Gleichzeitig warnt der BMW-Chef Norbert Reithofer vor den Folgen eines Zusammenbruchs von Opel. Das hätte gravierende Auswirkungen auf die Zulieferindustrie und somit auf die gesamte Branche, sagte er zum "Münchener Merkur". "Man darf nicht unterschätzen, was passiert, wenn ein großer Hersteller, der mehrere hunderttausend Autos baut, aus dem Gefüge der Branche ausbrechen würde", so der Manager.
Unterdessen ist das Thema Opel für den SolarWorld-Chef Frank Asbeck noch nicht vom Tisch. "Die Zeit spricht für uns. Ich glaube, dass General Motors (GM) auf uns zukommen wird", sagte er der "Kölnischen Rundschau". Nach der ablehnenden Haltung vom Mutterkonzern General Motors denke er aber nicht an eine neue Offerte.


