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XETRA-START/Freundlich - Aufschläge bei Finanzwerten stützen

DJ XETRA-START/Freundlich - Aufschläge bei Finanzwerten stützen

FRANKFURT (Dow Jones)--Das deutliche Kursplus bei den Finanzwerten sorgt dafür, dass der deutsche Aktienmarkt im frühen Handel freundlich notiert. Denn die Vorgaben aus den USA waren zunächst sehr schwach. Der marktbreite S&P-500-Index stürzte am Vorabend in den USA auf den tiefsten Stand seit über zehn Jahren und damit unter das Tief des Bärenmarkts 2002. Nachrichten um die Zukunft der Citigroup lösten eine kräftige Erholungsbewegung an den asiatischen Börsen aus, die asiatischen Indizes konnten im Handelverlauf um teilweise 8% zulegen.

Dies bewahrt den deutschen Aktienmarkt vor deutlichen Abschlägen zum Handelsbeginn. Um 9.38 Uhr MEZ gewinnt der DAX 0,8% oder 32 Punkte auf 4.252. Zwischenzeitlich war er schon bis auf 4.269 Punkte gestiegen. Charttechnisch liegt die nächste wichtige Unterstützung beim bisherigen Jahrestief bei 4.014,60 Punkten. Ein Rutsch unter diese Markte dürfte für neuen Verkaufsdruck sorgen. Oberhalb von 4.300 Punkten würde sich dagegen das Bild zumindest kurzfristig aufhellen, heißt es von Anhängern der technischen Analyse.

"Angesichts der starken Überverkauftheit ist eine technische Gegenbewegung überfällig", sagt ein Händler. Momantan wird im Handel davon ausgegangen, dass eine Erholungsbewegung auf Grund von Eindeckungen nur ein zwischenzeitliches Phänomen im einem intakten Abärtstrend darstellt. Denn die Konjunkturaussichten sind unverändert schlecht, eine Lösung für die US-Automobilindustrie wurde bisher nicht gefunden.

Die Banken werden von der Nachricht gestützt, dass die US-Großbank Citigroup sich selbst zum Verkauf stellt. Das Management des New Yorker Instituts denke sowohl über Optionen nach, Teile der Bank zu verkaufen als auch das gesamte Unternehmen, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mehrere Personen mit entsprechenden Kenntnissen. Die Aktie der Citigroup stand auf Grund des hohen Bestandes an "Toxic-Assets" in den vergangenen Tage unter kräftigem Abgebadruck und zog den gesamten Sektor mit nach unten. Hypo Real Estate gewinnen 4% auf 2,21 EUR, Commerzbank steigen um 3,7% auf 5,62 EUR und Deutsche Bank legen um 3,3% auf 20,00 EUR zu.

Wie schon am Vortag gehören auch Münchener Rück erneut zu den Gewinnern und steigen um 4% auf 101,99 EUR. Übergeordnet bleiben die Sorge vor einer schweren weltweiten Rezession und das Schicksal der US-Automobilindustrie die bestimmenden Themen. Die ums Überleben kämpfenden Hersteller Ford, General Motors und Chrysler können vorerst auf keine staatliche Hilfe hoffen. Nachdem sich am Donnerstagabend zunächst eine Einigung auf ein Rettungspaket abgezeichnet hatte, zerstoben diese Hoffnungen wenige Stunden später.

Nun werde von den Vorstandsvorsitzenden ein tragfähiges Konzept bis Anfang Dezember erwartet, um dann erneut über ein Rettungspaket für die "Big Three" abzustimmen. Keine größeren Impulse werden von der Aufsichtsratssitzung von VW am Berichtstag erwartet. Der Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn stellt dem Aufsichtsrat eine neue Langfriststrategie vor. Volkswagen verlieren knapp 4% auf 336,25 EUR. Daimler gewinnen dagegen 0,7% und BMW können sich um 1,4% erholen.

Auch der MDAX kann von der Entwicklung profitieren und legt um 0,7% auf 4.787 Punkte zu. Vor allem die jüngsten Verlierer weisen ein deutlicheres Kursplus auf. So gehören Klöckner & Co, Arcandor wie auch Hamburger Hafen zu den Gewinnern. Weiterhin stehen HeidelbergCement mit Großaktionär Merckle unter Verkaufsdruck und verlieren 6% auf 31,25 EUR.

DJG/thl/ros 
 

(END) Dow Jones Newswires

November 21, 2008 03:46 ET (08:46 GMT)

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.

© 2008 Dow Jones News
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