Für die geplante Kapitalspritze von fünf Milliarden Euro für die Landesbank Baden-Württemberg wollen die Anteilseigner eine Beteiligungsgesellschaft gründen. Die Sparkassen, die zusammen mit dem Land Hauptanteilseigner der LBBW sind, haben dieser Lösung nach langem Ringen zugestimmt. Nach dpa-Informationen vom Freitag votierte eine knappe Mehrheit der Sparkassen am Donnerstagabend dafür, die Kapitalgesellschaft mitzutragen. Offen war dagegen Angaben aus Finanzkreisen zufolge bis zuletzt, ob die zusätzlich vorgesehene Bürgschaft von 20 bis 30 Milliarden Euro vom Bund oder vom Land aufgebracht wird. Am Nachmittag wollten die Trägerversammlung und der Verwaltungsrat des Instituts über das Hilfspaket entscheiden.
Dabei geht es auch um die Aufnahme offizieller Fusionsverhandlungen des Branchenprimus LBBW mit der zweitgrößten deutschen Landesbank BayernLB. Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) hatte mit Blick auf eine Partnerschaft mit den Bayern erklärt: "Wir wollen dabei erreichen, dass Stuttgart im Mittelpunkt bleibt." Erst vor wenigen Tagen waren Pläne der deutschen Sparkassen bekanntgeworden, die sieben noch eigenständigen Landesbanken in drei große Blöcke im Norden, der Mitte und im Süden Deutschlands zu bündeln.
Die Beteiligungsgesellschaft für die geplante Kapitalspritze soll von Anlegern nach und nach frisches Geld einbringen, um damit die Eigenkapitalquote der LBBW von zuletzt 7,3 auf bis zu 10 Prozent zu erhöhen. Die Kapitalquote spiegelt das Verhältnis zwischen Eigenkapital und ausgegebenen Krediten wider. Neben Land und Sparkassen ist auch die Stadt Stuttgart LBBW-Anteilseigner./ed /sba/DP/ep
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