DJ MORNING BRIEFING - Märkte (Europa)
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ÜBERSICHT INDIZES
INDEX zuletzt +/- % DAX 4.560 0,1% DAX-Future 4.550 -0,9% MDAX 5.175 1,0% TecDAX 475 1,9% Euro-Stoxx-50 2.386 0,2% Stoxx-50 2.085 0,5% Dow-Jones 8.479 0,4% S&P-500-Index 857 0,7% Nasdaq-Comp. 1.465 -0,5% EUREX zuletzt +/- Ticks Bund-Future 120,81% 99
AKTIENMARKT
EURO-STOXX-50/STOXX-50
Etwas fester - Neue Maßnahmen der US-Notenbank, die ihr Programm zum Aufkauf forderungsbesicherter Wertpapiere aufgestockt hat, hatten die europäischen Börsen zwischenzeitlich ebenso beflügelt wie das deutlich über den Erwartungen liegende US-Verbrauchervertrauen. Wegen der im frühen Geschäft schwächelnden US-Börsen konnten die Gewinne aber nicht gehalten werden. "Sicher bewegen sich die Daten immer noch auf einem sehr niedrigen Niveau, aber im Augenblick wird jede Verbesserung begrüßt", meinte ein Marktteilnehmer. Die Daten zeugten unverändert von einer düsteren Lage des US-Konsums, warnte ein Volkswirt. Während die Banken um 4,6% anzogen, schlossen die Versicherer unverändert. Die Aussicht auf eine Rettung der Citigroup schürte laut Händlern auch in Großbritannien erneut die Fantasie von Anlegern auf staatliche Unterstützung für die dortigen Finanzhäuser. Dagegen litten die Versicherer unter einer Gewinnwarnung von AXA.
DAX/MDAX/TECDAX
Gut behauptet - Händler sprachen von einem nervösen Geschäft bei geringen Umsätzen, nachdem der DAX am Montag mit dem drittstärksten Aufschlag seiner Geschichte aus dem Handel gegangen war. Nach anfänglichen Gewinnmitnahmen konnte der Markt zunächst deutlich nach oben drehen, wegen der im frühen Geschäft schwächelnden US-Börsen die Gewinne aber nicht halten.
Viele der großen DAX-Werte setzten ihre Erholungsbewegung vom Vortag fort. Siemens etwa zogen um knapp 3% an. Sollten Regierungen mit ihren Konjunkturprogrammen in die Infrastruktur investieren, könnten Siemens davon profitieren, so ein Marktteilnehmer. Auch ein positiver Ausblick von ABB stützte den Wert. Trotz gesenkter Gastarife legte die E.ON-Aktie um 2,7% zu. "Das Ausmaß der Reduzierungen bedeutet keine größere Belastung", meinte ein Analyst. Gewinne verbuchten auch die Finanzwerte, allen voran Hypo Real Estate, die um 9,2% anzogen.
Auf der Verliererseite stachen dagegen VW heraus, die um 22,7% auf 255 EUR fielen und damit auch den DAX insgesamt belasteten. Am Abend werden die MSCI-Indizes neu verkettet, nach ihnen richten sich viele Fondsmanager. VW gilt als großer Verlierer der Neuordnung im MSCI-World. Allianz gaben 1,3% ab, belastet von einer Gewinnwarnung des französischen Konkurrenten AXA.
DAX-FUTURES
Schwächer - Händler führten die Verluste auf die zwischenzeitlich deutlich schwächelnden US-Börsen zurück, was Anleger verunsichert und für Gewinnmitnahmen gesorgt habe. Die Erholung des Dow-Jones-Index im späten Geschäft hat der Futures dann nicht mit nachvollzogen. Zuvor war die Freude über die Ausweitung des US-Fazilitätenprogramms sowie das weniger schlecht als erwartet ausgefallene US-Verbrauchervertrauen schnell verpufft. Aus charttechnischer Perspektive sind die DAX-Futures im Bereich von 4.493 Punkten unterstützt, auf Widerstand treffen sie nun bei 4.694.
RENTEN-/GELDMARKT
RENTEN-FUTURES
Sehr fest - Die Renten-Futures haben am Dienstag die psychologisch wichtige Marke von 120% zurückerobert. Der Rückschlag vom Montag habe den Aufwärtstrend nicht beeinträchtigt, hieß es aus dem Handel. Nicht zuletzt die deutlichen Aufschläge bei den US-Treasurys hätten die Bund-Futures gestützt. Nur kurzfristig haben dagegen die guten Daten zum US-Verbrauchervertrauen belastet.
GELDMARKT
Das Tagesgeld wird für Mittwoch mit Sätzen von 2,70% zu 3,00% am europäischen Geldmarkt erwartet.
DEVISENMARKT
Beim Euro gibt es am Mittwochmorgen einige Gewinnmitnahmen zum Dollar durch europäische Investoren und japanische kurzfristig orientierte Fonds, sagt ein Händler. Technische Unterstützung in dem Währungspaar gebe es bei 1,2945 USD und 1,2830 USD. "Da die Verkäufe nicht auf neue Faktoren zurückzuführen sind, wird das Paar wohl nicht unter die erste Unterstützung fallen", sagt der Händler.
DEVISEN zuletzt +/- % (ggü 0.00 Uhr) EUR/USD 1,2972 -0,6% EUR/JPY 123,2038 -1,0% EUR/CHF 1,5455 0,0% USD/JPY 95,0000 -0,3% USD/CHF 1,1918 0,6% GBP/USD 1,5347 -0,7% EUR/GBP 0,8452 0,0%
ÖLMARKT (NYMEX LIGHT SWEET)
aktuell Vortag New York USD 51,27 50,77 Wie gewonnen so zerronnen könnte das Motto an der New Yorker Rohstoffbörse am Dienstag heißen. Nach den Aufschlägen am Vortag gab der Januar-Kontrakt auf ein Barrel der Sorte Light Sweet Crude um 6,8% oder 3,73 USD auf 50,77 USD nach. Damit hat der Ölpreis seine Gewinne vom Montag beinahe komplett abgegeben. "Da die jüngste Rally am Aktienmarkt heute ins Stocken gerät, werden einige Händler an der Nymex nervös", sagte Rohstoff-Spezialist Peter Beutel von Cameron Hanover.
AUSBLICK KONJUNKTUR
- DE
08:00 Destatis, Import- und Exportpreise Oktober
Importpreise
PROGNOSE: -1,5% gg Vm/+4,9% gg Vj
zuvor: -1,0% gg Vm/+7,6% gg Vj
Im Laufe des Tages:
Destatis, Verbraucherpreise November (vorläufig)
PROGNOSE: -0,3% gg Vm/+1,5% gg Vj
zuvor: -0,2% gg Vm/+2,4% gg Vj
- FR
08:45 Verbrauchervertrauen November
PROGNOSE: -49 ; zuvor: -47
- IT
09:30 Geschäftsklimaindex November
PROGNOSE: 76,0 ; zuvor: 77,7
- GB
10:30 BIP 3Q (2. Veröffentlichung)
PROGNOSE: -0,5% gg Vq/+0,3% gg Vj
1. Veröff.: -0,5% gg Vq/+0,3% gg Vj
zuvor: 0,0% gg Vq/+1,5% gg Vj
AUSBLICK UNTERNEHMEN (u.a.)
GDF Suez: Investorentag
Highlight Communications: Ergebnis 3. Quartal
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November 26, 2008 01:30 ET (06:30 GMT)
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