DJ ÜBERBLICK/Konjunktur, Zentralbanken - 19.00 Uhr-Fassung
Bank of Canada senkt Leitzins um 75 Basispunkte auf 1,50%
Die kanadische Zentralbank hat am Dienstag ihren Leitzins stärker als erwartet gesenkt und dies mit den Abwärtsrisiken für die konjunkturelle Entwicklung begründet. Wie die Bank of Canada (BoC) mitteilte, sinkt der Zielsatz für Tagesgeld um 75 Basispunkte auf 1,50%. Niedriger war der Zinssatz zuletzt Mitte 1958 gewesen. Beobachter hatten mit einem Schritt um 50 Basispunkte gerechnet.
ISM: Rezession im verarbeitenden Gewerbe setzt sich 2009 fort
Die tiefe Rezession im verarbeitenden Gewerbe der USA dürfte sich bis weit ins kommende Jahr hinein fortsetzen. In seinem Halbjahresausblick erklärte das Institute of Supply Management (ISM), neben der anhaltenden Schwäche bei Produktion und Umsätzen rechneten die befragten Einkaufsmanager der Branche auch mit einer Fortsetzung des Beschäftigungsabbaus.
Ausstehende US-Hausverkäufe fallen im Oktober um 1% zum Vorjahr
Der Index der ausstehenden Hausverkäufe (Pending Home Sales) ist im Oktober in geringerem Umfang als erwartet gefallen. Wie die National Association of Realtors (NAR) mitteilte, sank der Index gegenüber dem Vormonat um 0,7% und lag damit um 1,0% unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Volkswirte hatten einen Rückgang um 3,5% zum Vormonat erwartet.
EZB entzieht dem Geldmarkt 137,456 Mrd EUR
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat dem Geldmarkt über einen Feinsteuerungstender 137,456 Mrd EUR überschüssige Liquidität entzogen. Wie die EZB mitteilte, gingen Gebote für Geldmarktpapiere über 152,655 Mrd EUR von 95 Instituten ein.
EZB: Nettofremdwährungsposition 389,3 (349,5) Mrd EUR
Die Nettoposition des Eurosystems in Fremdwährung hat sich in der Woche zum 5. Dezember gegenüber der Vorwoche um 39,8 Mrd auf 389,3 Mrd EUR erhöht. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) mitteilte, standen dahinter Portfoliotransaktionen und die Zuführung von Dollar-Liquidität.
Bini Smaghi: Ungleichgewichte verstärken Folgen der Finanzkrise
Die Folgen der globalen Finanzkrise hätten nach Einschätzung von EZB-Direktoriumsmitglied Lorenzo Bini Smaghi glimpflicher ausfallen können, wenn es im Vorfeld zu zielgerichteten Maßnahmen gegen die globalen Ungleichgewichte gekommen wäre. "Was wir heute auch sehen, ist die ungeordnete Abwicklung der vergangenen Ungleichgewichte", sagte Bini Smaghi in Peking.
DJG/apo
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December 09, 2008 13:00 ET (18:00 GMT)
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