DJ ÜBERBLICK/Konjunktur, Zentralbanken - 19.00 Uhr-Fassung
US-Autoindustrie erhält 17,4 Mrd USD aus TARP-Mitteln
Die US-Regierung wird der angeschlagenen Automobilindustrie des Landes vorübergehend unter die Arme greifen, damit sich die Unternehmen sanieren können. Der Branche werden insgesamt 17,4 Mrd USD zur Verfügung gestellt, erklärte das Weiße Haus am Freitag. Die Mittel werden dem Troubled Asset Relief Program (TARP) entnommen. Dieses 700 Mrd USD schwere Rettungspaket war ursprünglich für die Finanzindustrie des Landes aufgelegt worden.
GM bekommt Großteil der staatlichen US-Hilfen für die Autobranche
Ein Gros der staatlichen Hilfsmittel, die die US-Regierung den angeschlagenen Automobilherstellern des Landes zur Verfügung stellt, werden der General Motors Corp (GM) zufließen. Laut dem Plan, den das Weiße Haus bekanntgab, wird der Detroiter Konzern insgesamt 13,4 Mrd USD der 17,4 Mrd USD schweren Hilfen erhalten.
USA verklagt China vor WTO wegen "protektionistischer Politik"
Die USA haben bei der Welthandelsorganisation (WTO) Klage gegen China wegen Verstoßes gegen die WTO-Bestimmungen eingereicht. Damit soll die Subventionierung chinesischer Exporteure durch die Zentralregierung in Peking gestoppt werden, wie das Büro des Handelsbeauftragten der USA mitteilte.
Venezolanischer Finanzminister sieht weitere OPEC-Fördersenkung
Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) könnte nach Einschätzung des venezolanischen Finanzministers ihre Fördermenge weiter senken. "Sicherlich wird die OPEC noch einmal zusätzliche Anstrengungen unternehmen, um den Ölpreis zu stabilisieren", sagte Ali Rodriguez.
Weltbank drängt Russland zur Freigabe des Rubels
Die Weltbank hat Russland zum Stopp von Interventionen am Devisenmarkt und zur Freigabe des Rubel aufgerufen. Mit einer solchen Maßnahme sollen die Devisenreserven des Landes geschützt werden, erklärte die Weltbank. Mit dieser bisher schärfsten Aufforderung reagiert die Weltbank auf das Abschmelzen der Reserven Russlands, die das Land in Zeiten hoher Öl- und Rohstoffpreise angehäuft hatte.
Ukrainische Notenbank hebt Leitzinsen an
Die ukrainische Notenbank hat zwei ihrer Leitzinsen erhöht, um den Verfall der Landeswährung zu stoppen. Der Zins für Ausleihungen über Nacht gegen Sicherheit wurde auf 22% von 18% erhöht, der Zins für unbesicherte Ausleihungen auf 25% von 20%. Der Diskontsatz blieb mit 12% unverändert.
Slowakische Notenbank lässt Leitzins unverändert
Die slowakische Notenbank hat bei ihrer letzten geldpolitischen Sitzung in Unabhängigkeit die Zinsen nicht verändert. Die Währungshüter warnten jedoch vor einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums. Die Prognose könnte im nächsten Jahr gekürzt werden, hieß es.
Zentralbanken setzen TAF-Tender im ersten Quartal fort
Die Europäische Zentralbank (EZB) wird die Versorgung der Banken des Euroraums mit Dollar-Liquidität fortsetzen. Wie sie mitteilte, will sie an der Praxis von Refinanzierungsgeschäften via Term Auction Facility (TAF) mit Laufzeiten von sieben-, 28- und 84-tägiger Laufzeit zu einem Festzins und bei voller Zuteilung festhalten. Auch die Bank of England, die Bank of Japan, die Schweizerische Nationalbank sowie die US-Notenbank selbst kündigten weitere TAF-Tender zur Versorgung mit Dollar-Liquidität an.
EZB: Bei Haupt-Refi-Tender Liquiditätsbedarf von 391,7 Mrd EUR
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Liquiditätsbedarf für den Zeitraum vom 19. bis 29. Dezember im Rahmen der Ausschreibung ihres Hauptrefinanzierungsgeschäftes mit einem Festzinssatz von 2,50% auf 391,7 Mrd EUR geschätzt. Wie die EZB mitteilte, ergibt sich daraus eine Benchmark-Zuteilung von minus 211,5 Mrd EUR.
Bund: Endrendite Schatzbriefe bei 2,43%/2,64% (2,75%/2,96%)
Der Bund hat die Konditionen der Bundesschatzbriefe geändert. Wie die Deutsche Bundesbank mitteilte, beträgt die Endrendite der Emission mit sechsjähriger Laufzeit und jährlicher Zinsszahlung (Typ A) nun 2,43% (zuvor: 2,75%). Bei der Emission mit siebenjähriger Laufzeit und Zinsansammlung (Typ B) verringert sich die Endrendite auf 2,64% (2,96%).
Bund senkt Rendite Fin.schätze auf 1,60%/1,65% (1,85%/2,00%)
Die Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH hat die Rendite der Finanzierungsschätze mit sofortiger Wirkung gesenkt. Wie die Deutsche Bundesbank mitteilte, beträgt die Rendite für die einjährige Emission mit Fälligkeit 21. Dezember 2009 nun 1,60% (zuvor: 1,85%). Für zweijährige Papiere, die am 20. Dezember 2010 fällig werden, wurde die Rendite auf 1,65% (2,00%) ermäßigt.
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December 19, 2008 13:00 ET (18:00 GMT)
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