2008 war das schlechteste Verkaufsjahr für Neuwagen seit der Wiedervereinigung. Nach Berechnungen des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer wurden im laufenden Jahr 3,066 Millionen Wagen neu zugelassen - das niedrigste Ergebnis seit 1990 mit damals 3,041 Millionen Neuwagen. Kleinwagen, Benziner und Flüssiggas seien die Gewinner des Jahres, erklärte der Experte von der Universität Duisburg-Essen am Dienstag. "Ein enger Preisabstand zwischen Diesel und Benzin, ein stärkerer Trend zum Kleinwagen und moderne, treibstoffsparende Benzinmotoren haben die Trendwende weg vom Diesel ausgelöst", sagte Dudenhöffer.
Mit einer Steigerung um 61 000 Wagen hätten Benziner um 3,9 Prozent zugelegt. Sie machten 54,9 Prozent der verkauften Neuwagen aus. Den größten Sprung hätten Pkw mit Flüssiggasantrieb gemacht. Der Marktanalyse zufolge wurden 14 100 Neuwagen verkauft, ein Zuwachs von 160 Prozent. Damit habe Flüssiggas inzwischen Erdgas als Energiequelle von Pkw-Antrieben überholt. Zusätzlich seien rund 50 000 Autos umgerüstet worden. Damit sei Flüssiggas zur wichtigsten alternativen Antriebsquellen geworden.
Verlierer 2008 waren Diesel-Pkw mit einem Rückgang um 10,1 Prozent auf 1,35 Millionen. Hybridwagen kamen mit 6100 Verkäufen und einem Minus von 18,8 Prozent "unter die Räder". Dudenhöffer erwartet durch neue Angebote aus Deutschland und Japan in dieser Sparte 2009 wieder einen Umschwung. Insgesamt besser liefen Mini- und Kleinwagen. Ihr Anteil stieg um einen halben Prozentpunkt auf 24,4 Prozent. Auch 2009 sollen sie zu den Gewinnern zählen. Allerdings erwartet Dudenhöffer 2009 mit insgesamt 2,85 Millionen Neufahrzeugen erneut einen Abschwung./wd/DP/sk
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AXC0048 2008-12-30/11:57
