Im US-Parlament formiert sich erster Widerstand gegen eine allzu rasche Verabschiedung des vom künftigen Präsidenten Barack Obama geplanten Konjunkturprogramms. Führende Republikaner in beiden Kammern fordern eine gründliche Beratung des Programms, das inoffiziellen Angaben zufolge ein Volumen von rund 850 Milliarden Dollar (603 Mrd Euro) oder gar mehr haben dürfte. Dies könnte die Verabschiedung bis weit in den Februar verzögern, berichtete die "Washington Post" (Mittwochausgabe).
Bisher planten die Demokraten, das Konjunkturprogramm zur Belebung der krisengeschüttelten US-Wirtschaft schon kurz nach dem offiziellen Amtsantritt Obamas am 20. Januar auf den Weg zu bringen. Das Programm sieht Infrastrukturinvestitionen sowie Steuererleichterungen für die Mittelklasse vor.
Die Demokraten haben im Kongress, der am 6. Januar zu seiner ersten Sitzung zusammentritt, zwar eine klare Mehrheit. Allerdings könnten die Republikaner eine Verabschiedung verzögern. Außerdem hat sich Obama im Wahlkampf stets für parteiübergreifendes Handeln eingesetzt./pm/DP/jha/
AXC0077 2008-12-30/14:17
