DJ Commerzbank scheitert zunächst bei Dresdner-Vorstandswahl - Spiegel
HAMBURG (Dow Jones)--Der Commerzbank-Vorstandssprecher und zwei weitere Manager des Frankfurter DAX-Konzerns sind einem Pressebericht zufolge vom Aufsichtsrat der Dresdner Bank auf einer Sitzung nicht zu Vorständen des Instituts gewählt worden. Die Arbeitnehmervertreter im Dresdner-Aufsichtsrat hätten Commerzbank-CEO Martin Blessing und zwei weiteren Managern die Zustimmung verweigert, berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" vorab aus seiner neuen Ausgabe. Ein Commerzbank-Sprecher sagte Dow Jones Newswires zu dem Bericht, es habe in der Sitzung keine Beschlüsse des Gremiums zu Personalien gegeben.
Laut Spiegel wollten die drei Commerzbank-Manager früher als ursprünglich geplant die Führung bei der Dresdner übernehmen, um den Zusammenschluss der beiden Banken zu beschleunigen. Doch deren Mitarbeiter würden die Fusion mehr und mehr als feindliche Übernahme empfinden. So gibt es zwar über 50 Projektteams, die Vorschläge erarbeiten sollen, wie die zusammengelegte Bank organisiert werden soll. Doch die Stimmung in den Gremien habe sich verschlechtert. Auch bei der Überführung der Arbeitsverträge gebe es Ärger. Ein Vermittlungsausschuss solle nun neue Vorschläge für die Wahl von Vorständen erarbeiten.
Sollte das scheitern, könnte Blessing laut Spiegel dennoch Ende Januar einen neuen Anlauf im Aufsichtsrat der Dresdner Bank nehmen. Bei einer zweiten Abstimmung verfügt der Vorsitzende des Gremiums über ein doppeltes Stimmrecht.
Bei der Dresdner Bank wollte ein Sprecher keine Stellungnahme zu dem Bericht geben. Themen des Aufsichtsrats würden nicht kommentiert.
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January 04, 2009 08:35 ET (13:35 GMT)
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