Auf den Immobilienfinanzierer Hypo Real
Estate (HRE)
Die Hypo Real Estate war im Oktober in letzter Minute mit 50 Milliarden Euro von Bund und Banken gerettet worden, um schwere Erschütterungen des Finanzplatzes Deutschland zu verhindern. Die Kläger werfen den Verantwortlichen des Münchner Immobilienfinanzierers nun vor, die wirtschaftliche Situation falsch dargestellt zu haben.
HINTERGRUND
Die Kanzlei vertritt Aktionäre, die die Aktien des bis vor
kurzem im DAX
Ende September geriet der Konzern dann in so eine bedrohliche Finanznot, dass er nur noch mit Hilfe des Staates aufgefangen werden konnte. Danach setzte sich die Talfahrt der Aktie nahezu ungebremst fort. Die erste Klage der Kanzlei betrifft dem Bericht zufolge Aktien, die zwischen November 2007 und Januar 2008 gekauft worden, die zweite Käufe von Papieren zwischen dem 15. Januar und 28. September 2008 - dem Tag, an dem die existenzbedrohende Krise des Konzerns öffentlich bekannt wurde.
Seit dem Abtritt des früheren Vorstandschefs Georg Funke versucht der Manager Axel Wieandt als neuer Chef, das Unternehmen zu stabilisieren und verhandelt dafür auch über eine weitere Unterstützung durch den Bund. Kurz vor Weihnachten kündigte er den Abbau von 1000 der weltweit 1800 Arbeitsplätze an./dw/stw/he
ISIN DE0008027707
AXC0010 2009-01-11/14:29
