DJ Merck KGaA: Daten belegen Wirksamkeit von Erbitux bei Darmkrebs
FRANKFURT (Dow Jones)--Das Krebsmittel Erbitux der Merck KGaA hat in einer klinischen Studie erneut eine erhöhte Wirksamkeit bei der Erstlinienbehandlung von Darmkrebs-Patienten mit KRAS-Wildtyp-Tumor bestätigt. Das gab der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern am Mittwoch anlässlich eines Krebskongresses in Kalifornien bekannt.
Erbitux ist neben dem Multiple-Sklerose-Medikament Rebif das wichtigste Arzneimittel des DAX-Konzerns und bereits in vielen Ländern zur Behandlung von Darmkrebs sowie Kopf- und Halskrebs zugelassen. In 75 Ländern ist das Mittel bei Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom in Kombination mit einer Chemotherapie zugelassen, wenn letztere allein zuvor nicht mehr angeschlagen hat. Im Juli 2008 war die Zulassung in der EU auf die Behandlung von Darmkrebs-Patienten mit KRAS-Wildtyp-Tumoren in Kombination mit Chemotherapie ausgeweitet worden.
Studien hatten ergeben, dass Erbitux in Kombination mit Standardchemotherapie bei Patienten mit dieser Tumorart in der Erstlinientherapie eine signifikant gesteigerte Wirksamkeit zeigte, im Vergleich zu Patienten deren Tumor eine KRAS-Mutation aufwies. Auch die neuen Daten einer Phase II-Studie hätten die erhöhte Wirksamkeit bestätigt, erklärte Merck.
In der neuen Phase II-Studie wurde der Einfluss des KRAS-Status auf die Wirksamkeit von Erbitux in Kombination mit Chemotherapien (FOLFOX oder FOLFIRI) bei 117 Patienten untersucht. Bei Menschen mit dem KRAS-Wildtyp-Tumor habe die Ansprechrate bei 53% gelegen, bei Menschen mit mutiertem KRAS bei 36%. Die Ergebnisse hätten zudem einen Trend zu einem verbesserten Gesamtüberleben bei Patienten mit KRAS-Wildtyp-Tumor gezeigt. Bei ihnen wurde ein Gesamtüberleben von 24,4 Monaten festgestellt, dagegen lag das Gesamtüberleben bei Menschen mit mutierten KRAS nur bei 16,7 Monaten.
Eine weitere Studie habe darüber hinaus die Wirksamkeit von Erbitux in Kombination mit einer Standardchemotherapie bei KRAS-Wildtyp-Tumor-Patienten mit Lebermetastasen gezeigt, erklärte Merck. Bei 79% dieser Patienten sei der Tumor deutlich geschrumpft. Bei 42% der Betroffenen konnte eine Resektion durchgeführt werden und bei 35% konnte der Tumor sogar komplett entfernt werden, hieß es.
Webseite: http://www.merck.de DJG/hoa/kla Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de
(END) Dow Jones Newswires
January 14, 2009 04:34 ET (09:34 GMT)
Copyright (c) 2009 Dow Jones & Company, Inc.
