München (ots) - Seit April 2008 dürfen Kinder nicht mehr mit alten Kindersitzen in Autos unterwegs sein. Beim Kauf eines neuen Rückhaltesystems für die ganz jungen Fahrgäste haben auch Taxifahrer einiges zu beachten, berichtet die Zeitschrift TAXI. Denn zwei Drittel aller Kinder sind falsch gesichert. TAXI erscheint im Verlag Heinrich Vogel.
Die Zahlen sind schockierend: Einer Studie des Gesamtverbands der Versicherungswirtschaft zufolge waren 2008 in über zwei Dritteln der Fälle Kinder fehlerhaft im Kindersitz gesichert oder der Sitz nicht richtig mit dem Fahrzeug verbunden. Dies und die Tatsache, dass seit letztem Jahr Kinder nicht mehr mit alten Kindersitzen unterwegs sein dürfen, beschäftigt nicht nur Eltern, sondern auch Taxifahrer. Denn wenn sie Kinder transportieren wollen, brauchen sie zwei Kindersitze - und Hintergrundwissen.
Der Grund für die verschärften Regeln: 2007 wurden allein 1.274 kleine Mitfahrer auf deutschen Straßen schwer verletzt, 41 Kinder kamen zu Tode. Generell tragen Kinder ohne passenden Kindersitz ein bis zu siebenfach höheres Risiko. Doch auch wenn ein Kindersitz an Bord ist, sind die Kinder nicht unbedingt sicher unterwegs. Entscheidend ist das Gewicht des Kindes. Dabei müssen Taxifahrer mindestens ein Kind mit einem Sitz für Kinder von 9-18 kg Gewicht sichern, der andere Sitz darf auch für höhere Gewichte geeignet sein. Babyschalen müssen Eltern selbst mitbringen.
Bei älteren Sitzen lohnt sich ein genauer Blick auf die orangefarbenen Prüfsiegel. Denn seit April 2008 dürfen nur noch Kindersitze genutzt werden, die nach ECE-Norm 44/03 oder 04 geprüft sind. Verboten sind inzwischen Gurtadapter-Systeme, mit denen der Fahrzeug-Dreipunkt-Gurt im Bauchbereich so geführt wird, dass ein Kind ab etwa drei Jahren ohne Sitzerhöhung gesichert werden kann. Bei der Neuanschaffung von Kindersitzen gilt: Nicht jeder Kindersitz passt in jedem Fahrzeug gleich gut - und von gebrauchten Sitzen und Billigprodukten sollte man die Finger lassen. Die einen könnten durch einen Unfall des Vorbesitzers beschädigt sein. Die anderen haben in Tests zum Teil katastrophal abgeschnitten.
Der Verlag Heinrich Vogel ist einer der führenden Informationsanbietern für den Personen- und Güterverkehr, Verkehrsausbildung und -erziehung. Unter anderem werden Fachzeitschriften wie Fahrschule, TRUCKER und LOGISTIK inside publiziert.
Originaltext: Taxi Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/60835 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_60835.rss2
Pressekontakt: Verlag Heinrich Vogel Chefredaktion Taxi: Dietmar Fund Tel.: 089 / 43 72 - 22 69 Fax: 089 / 43 72 - 22 07 eMail: dietmar.fund@springer.com
Die Zahlen sind schockierend: Einer Studie des Gesamtverbands der Versicherungswirtschaft zufolge waren 2008 in über zwei Dritteln der Fälle Kinder fehlerhaft im Kindersitz gesichert oder der Sitz nicht richtig mit dem Fahrzeug verbunden. Dies und die Tatsache, dass seit letztem Jahr Kinder nicht mehr mit alten Kindersitzen unterwegs sein dürfen, beschäftigt nicht nur Eltern, sondern auch Taxifahrer. Denn wenn sie Kinder transportieren wollen, brauchen sie zwei Kindersitze - und Hintergrundwissen.
Der Grund für die verschärften Regeln: 2007 wurden allein 1.274 kleine Mitfahrer auf deutschen Straßen schwer verletzt, 41 Kinder kamen zu Tode. Generell tragen Kinder ohne passenden Kindersitz ein bis zu siebenfach höheres Risiko. Doch auch wenn ein Kindersitz an Bord ist, sind die Kinder nicht unbedingt sicher unterwegs. Entscheidend ist das Gewicht des Kindes. Dabei müssen Taxifahrer mindestens ein Kind mit einem Sitz für Kinder von 9-18 kg Gewicht sichern, der andere Sitz darf auch für höhere Gewichte geeignet sein. Babyschalen müssen Eltern selbst mitbringen.
Bei älteren Sitzen lohnt sich ein genauer Blick auf die orangefarbenen Prüfsiegel. Denn seit April 2008 dürfen nur noch Kindersitze genutzt werden, die nach ECE-Norm 44/03 oder 04 geprüft sind. Verboten sind inzwischen Gurtadapter-Systeme, mit denen der Fahrzeug-Dreipunkt-Gurt im Bauchbereich so geführt wird, dass ein Kind ab etwa drei Jahren ohne Sitzerhöhung gesichert werden kann. Bei der Neuanschaffung von Kindersitzen gilt: Nicht jeder Kindersitz passt in jedem Fahrzeug gleich gut - und von gebrauchten Sitzen und Billigprodukten sollte man die Finger lassen. Die einen könnten durch einen Unfall des Vorbesitzers beschädigt sein. Die anderen haben in Tests zum Teil katastrophal abgeschnitten.
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