Der zum Medizinkonzern Fresenius
gehörende Klinikbetreiber Helios geht im laufenden Jahr
trotz der angespannten Finanzlage von Kommunen von keiner
zunehmenden Privatisierung bei deutschen Kliniken aus. "Das Tempo
wird sich in 2009 nicht erhöhen", sagte der Helios-Chef Francesco De
Meo der Finanznachrichten-Agentur dpa-AFX am Montag. Er begründete
dies zum einen mit der bevorstehenden Bundestagswahl im September.
"Politisch wird es wenig Mut und Neigung für Privatisierungen geben.
Egal, in welche politische Landschaft man blickt." Zum anderen
verwies De Meo auf das Konjunkturprogramm, an dem auch die
Krankenhäuser teilhaben werden. "Kliniken werden versuchen, etwas
von dem Konjunkturpaket abzubekommen, um dadurch das eigene Haus
einiger Maßen über die Zeit zu retten." Hinzu komme die Finanzreform
für Kliniken, die erst jüngst im Bundesrat die letzte Hürde genommen
hat und die Krankenhäuser 2009 um 3,5 Milliarden Euro entlasten
soll. Deshalb rechnet der Helios-Chef mit einer Belebung bei
Krankenhaus-Privatisierungen erst ab frühestens 2010./ne/ep/tw
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