Manila (BoerseGo.de) - Die weltweite Wirtschaftskrise hat im Vorjahr Finanzanlagevermögen im Volumen von insgesamt rund 50 Billionen Dollar vernichtet. Davon entfallen allein auf Asien Verluste von 9,6 Billionen Dollar. Dies berichtete die asiatische Entwicklungsbank ADB. Dabei handle es sich um die schwerste Krise der Weltwirtschaft seit der Großen Depression der 30er-Jahre. Asien werde sich jedoch als einer der ersten Regionen davon erholen. Gleichzeitig seien die Entwicklungsländer Asiens gegenüber anderen Ländern aus den Emerging Markets von dem Abschwung in einem vergleichsweise stärkerem Maß betroffen, zumal die asiatische Region zuvor viel stärker expandierte. Lateinamerika sehe ich mit geschätzten Verlusten von 2,1 Billionen Dollar konfrontiert.
Der weiteren Studie zufolge geben die Zahlen ein klares Bild darüber wie groß die weltweite Verflochtenheit zwischen den weltweiten Märkten und Volkswirtschaften ist. Kein Land sei daher gegenüber dem Niedergang des Finanzsystems und der Wirtschaft als immun zu bezeichnen. Eine Erholung könne frühestens Ende 2009 oder Anfang 2010 einsetzen. Die Entwicklungsbank habe auf das Umfeld mit einer Aufstockung an Mitteln für Kredite und Kreditbürgschaften um mehere Milliarden Dollar reagiert. Ursprünglich war für 2009 eine Unterstützung im Volumen von 12 Milliarden Dollar vorgesehen.
