Hamburg (BoerseGo.de) - Der Mischkonzern Siemens setzt in Zeiten der Krise offenbar stärker auf Konzernbindung. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Spiegel" wurde das bestehende und von der Firma bezuschusste Mitarbeiter-Beteiligungsprogramm im vergangenen Herbst ausgebaut. Demnach erhalten die Mitarbeiter des Konzerns für drei Siemens-Aktien eine gratis, wenn sie ihre Anteile mindestens drei Jahre lang halten.
Wie laut "Spiegel" aus einer internen Analyse hervorgeht, sei das Angebot in den vergangenen Monaten rege genutzt worden. Besonders Führungskräfte hätten sich mit Siemens-Aktien eingedeckt. Inzwischen hielten knapp zwei Drittel von ihnen Anteile am eigenen Unternehmen, bei anderen Konzernen sei die Quote deutlich niedriger.
Die obersten 500 Top-Manager seien sogar verpflichtet worden, bis Herbst 2011 ein Siemens-Portfolio in maximal dreifacher Höhe ihrer Grundvergütung zu halten. Firmenchef Peter Löscher muss demnach insgesamt Aktien im Wert von rund sechs Millionen Euro besitzen.
