Europas größter Autobauer Volkswagen rechnet einem Bericht zufolge 2009 wegen der Wirtschafts- und
Branchenkrise mit einem drastischen Gewinneinbruch. Angesichts stark
rückläufiger Absatzzahlen rechnet VW laut dem Budget, das dem
Magazin "Capital" (Ausgabe 4/2009) vorliege mit einem Gewinn von 500
Millionen Euro nach 4,7 Milliarden Euro im Jahr 2008. Beim Umsatz
rechnet der Konzern dem Bericht zufolge im laufenden Jahr mit einem
Rückgang um knapp neun Prozent auf rund 104 Milliarden Euro. Bei VW
war vorerst niemand zu einem Kommentar zu erreichen.
VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch hatte vergangene Woche bei der
Bilanz-Pressekonferenz gesagt, dass er ein positive Ergebnis
erwartet, ohne Details zu nennen./zb/wiz
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.
Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.
Nach Jahren im Schatten der Tech-Rallye steigt nun das Interesse an Unternehmen, die Stabilität mit langfristigen Wachstumsthemen wie Netzausbau, Dekarbonisierung und erneuerbaren Energien verbinden.
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