Brüssel (dpa-AFX) - Gute Nachrichten für Einzelhändler und
Kreditkarten-Nutzer: Mastercard
Konkret geht es um Bankkosten für grenzüberschreitende Zahlungen (Multilateral Interchange Fees/MIF), die letztlich der Einzelhändler bei jeder Kartenzahlung zu tragen hat. Damit geht es nicht um Gebühren, die ein Verbraucher an seine Bank für die Ausgabe einer Kredit- oder Zahlungskarte zahlt.
KROES: EINZELHÄNDLER SOLLTEN NIEDRIGERE KOSTEN AN VERBRAUCHER WEITER GEBEN
Mastercard setzte die umstrittenen MIF auf Druck der Kommission im vergangenen Juni vorübergehend aus, erhöhte im Oktober aber seine Kartennetzgebühren. Die Erhöhung werde nun im Juli rückgängig gemacht, erklärte die Kommission. Außerdem habe Mastercard eine neue Methode zur Berechnung der MIF angekündigt. So würden künftig maximal 30 Cent je Kauf bei Kreditkarten und 20 Cent bei Debit Cards berechnet, einer Art EC-Karte, bei der das Konto direkt belastet wird. 2007 lagen die Gebühren laut Behörde im Schnitt zwischen 80 Cent und 1,90 Euro.
"Das bedeutet niedrigere Kosten für die Einzelhändler", sagte Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes. "Dieser Vorteil sollte natürlich an die Verbraucher weitergegeben werden." Gleichzeitig werde Mastercard seine Netzregeln transparenter gestalten und mehr Wettbewerb auf dem Zahlungskartenmarkt zulassen. "Wir werden die Umsetzung in den kommenden Monaten genau verfolgen."/dj/DP/he
ISIN US57636Q1040 US92826C8394
AXC0092 2009-04-01/12:44
