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Eurozone/Erzeugerpreise fallen auf Jahressicht mit Rekordrate

DJ Eurozone/Erzeugerpreise fallen auf Jahressicht mit Rekordrate

LUXEMBURG (Dow Jones)--Die Erzeugerpreise der Industrie in der Eurozone sind im Mai entgegen den Erwartungen auf Monatssicht weiter zurückgegangen und fielen im Jahresvergleich mit einer Rekordrate. Die Preise auf der Erzeugerebene sanken im Vergleich zum Vormonat um 0,2%, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag berichtete. Volkswirte hatten im Konsens ihrer Prognosen dagegen mit einem auf Monatssicht unveränderten Preisniveau gerechnet.

Verglichen mit dem Vorjahr fielen die Erzeugerpreise im Mai um 5,8% und verzeichneten damit den stärksten Rückgang seit Beginn der Datenreihe im Januar 1982. Hier hatten Ökonomen ein Minus von 5,6% prognostiziert. Für die gesamte EU nannte Eurostat im Vergleich zum Vormonat einen Rückgang der Erzeugerpreise um 0,4%, binnen Jahresfrist sanken die Preise um 5,7%.

Im Vergleich zum Vormonat fielen die Erzeugerpreise im Mai in der gesamten Industrie ohne den Energiesektor sowohl in der Eurozone als auch in der EU-27 um 0,2%. Die Preise im Energiesektor stiegen um 0,2% in der Eurozone, fielen aber in der EU-27 um 0,7%. Vorleistungsgüter verbilligten sich um 0,3% in der Eurozone und um 0,4% in der gesamten EU. In beiden Gebieten verzeichneten Investitionsgüter sowie Verbrauchsgüter Rückgänge um 0,2% und Gebrauchsgüter um 0,1%.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat fielen die Erzeugerpreise ohne den Energiesektor in der Eurozone um 2,9% und verzeichneten damit den stärksten Rückgang seit Beginn dieser Datenreihe im Januar 1991. In der gesamten EU sanken die Preise ohne den Energiesektor um 1,8% zum Vorjahr. Die Preise im Energiesektor sackten im Euroraum um 14,0% und wiesen damit den stärksten Einbruch seit Dezember 1986 auf. In der gesamten EU sanken sie um 14,8%.

Die Erzeugung von Vorleistungsgütern kostete in der Eurozone 5,9% und in der gesamten EU 4,6% weniger. Die Preise für die Verbrauchsgüter verzeichneten einen Rückgang von 2,1% bzw. 0,9%, jene für Investitionsgüter stiegen um 0,6% in der Eurozone und um 1,2% in der EU-27. Gebrauchsgüter nahmen um 1,4% bzw. 2,0% zu.

Webseite: http://epp.eurostat.ec.europa.eu 
 
   DJG/sgs/kth/hab 
 

(END) Dow Jones Newswires

July 02, 2009 05:16 ET (09:16 GMT)

Copyright (c) 2009 Dow Jones & Company, Inc.

© 2009 Dow Jones News
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