Der weltweit viertgrößte Rückversicherer
Hannover Rück hat im zweiten Quartal einen noch deutlich
größeren Gewinnsprung erzielt als erwartet. Unter dem Strich
verdiente der DAX-Konzern 203 Millionen Euro und damit gut
doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Analysten hatten im Schnitt mit
161 Millionen Euro gerechnet. Zu dem Anstieg trugen sowohl die
Verdopplung des Kapitalanlageergebnisses als auch ein um 90 Prozent
gestiegenes operatives Ergebnis bei. Für das Gesamtjahr strebt der
Vorstand weiterhin einen Gewinn von mindestens 5 Euro je Aktie an,
was etwa 600 Millionen Euro entspricht. Die Eigenkapitalrendite soll
sich auf mindestens 18 Prozent belaufen./stw/zb
Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.
Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.
Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.
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