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UPDATE: Ungarns Notenbank senkt Leitzins erwartungsgemäß

DJ UPDATE: Ungarns Notenbank senkt Leitzins erwartungsgemäß

(NEU: Begleittext, Notenbankgouverneur, Ökonom) 
 

BUDAPEST (Dow Jones)--Ungarns Notenbank hat ihren Leitzins wie erwartet reduziert und weitere Zinssenkungen in Aussicht gestellt. Der zweiwöchige Einlagensatz für Geschäftsbanken wird um 50 Basispunkte auf 8,00% verringert, wie die Zentralbank am Montag mitteilte. An den Finanzmärkten war diese Entscheidung erwartet worden. Zuletzt hatte der Leitzins im April vergangenen Jahres auf diesem Niveau gelegen.

Nach Einschätzung des geldpolitischen Ausschuss gibt es Raum für weitere Zinssenkungen in Ungarn. "Der Leitzins könnte weiter verringert werden, wenn dies nicht den Inflationsausblick bedroht und die Risikobeurteilung dies zulässt", heißt es in dem Begleittext. Die Notenbank wolle sich im Vorfeld aber nicht auf einen bestimmten Kurs festlegen lassen, betonte Gouverneur Andras Simor bei der anschließenden Pressekonferenz.

"Die Inflation könnte im kommenden Jahr auf oder sogar unter das Ziel fallen", sagte Simor weiter. Im Laufe der kommenden zwei Jahres werde die Teuerungsrate "deutlich unter" das Ziel der Notenbank von 3% Inflation fallen. Für das laufende Jahr rechnet die Zentralbank mit einer Inflationsrate von 4,5%, die sich im Jahr 2010 auf 4,1% (zuvor: 4,3%) und im Jahr 2011 auf 2,1% (1,9%) abschwächen sollte.

Ungarn befinde sich weiterhin in einer schweren Rezession. Vor allem die Binnennachfrage, die Lagerbestände und die Investitionen gingen schneller zurück als erwartet, heißt es in dem Begleittext. Die Notenbank rechnet für das laufende Jahr weiterhin mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 6,7%.

Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise hatte die Notenbank am 23. Oktober 2008 den Leitzins in einer Notfalloperation um 300 Basispunkte auf 11,50% erhöht, um einen Absturz der Landeswährung zu verhindern. Anschließend wurde der Schlüsselzinssatz in mehreren Schritten wieder zurückgenommen, zuletzt im Juli 2009 um 100 Basispunkte.

Bankvolkswirte gehen davon aus, dass eine Fortsetzung des Lockerungszyklus in Ungarn auch von der Entwicklung des Forint-Kurses abhängt. "Das Tempo und das Ausmaß der (zukünftigen Zinssenkungen) wird von der Marktreaktion abhängen", sagte Nordea-Ökonom Bjarke Roed-Frederikson. "Wir gehen davon aus, dass die Zinssenkungen solange fortgesetzt werden, wie sich der Forint nicht dramatisch abschwächt." Nordea sieht den Leitzins Anfang kommenden Jahres bei 6,00%.

Webseite: www.mnb.hu 
 
  -Von Margit Feher, Dow Jones Newswires; +49 (0) 69 297 25 300, 
konjunktur.de@dowjones.com 
   DJG/DJN/kth/hab 
 

(END) Dow Jones Newswires

August 24, 2009 10:12 ET (14:12 GMT)

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