Köln (ots) - Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Bosbach, hat Aufklärung über die Geldzahlungen des Verfassungsschutzes an die ehemalige RAF-Terroristin Verena Becker verlangt. "Das ist eine Meldung, die aufhorchen lässt", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Donnerstag-Ausgabe). "Aber vor allen Dingen lässt die Meldung aufhorchen im Zusammenhang mit ihrer möglichen Beteiligung an der Ermordung von Siegfried Buback. Wann und wofür das Geld gezahlt worden ist - das muss alles aufgeklärt werden." Bosbach erklärte weiter: "Es übersteigt meine Vorstellungskraft, dass der Staat in Kenntnis einer Tatbeteiligung die Täterin strafrechtlich nicht zur Verantwortung zieht und dann auch noch Geld zahlt." So lange der Staat die einschlägigen Akten des Verfassungsschutzes allerdings "unter Verschluss hält, besteht natürlich immer das Misstrauen, dass er etwas zu verbergen hat. Es wäre gut, wenn dieses Misstrauen ausgeräumt werden könnte." Becker soll 100000 Mark bekommen haben.
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