Hamburg (BoerseGo.de) - Angesichts der Wirtschaftskrise hat die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) im dritten Quartal des laufenden Jahres deutlich weniger verdient als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Überschuss nach Minderheiten sei auf 18,1 Millionen Euro (Vorjahr: 47,2 Millionen Euro) zusammengeschrumpft, teilte der Hafenbetreiber am Donnerstag mit. Das operative Ergebnis (EBIT) ging auf 44,5 Millionen Euro (Vorjahr: 92,6 Millionen Euro) zurück. Der Umsatz lag mit 238 Millionen Euro um knapp 30 Prozent unter dem Vorjahreswert (338,4 Millionen Euro).
Damit wurden die Erwartungen des Marktes erfüllt. Die Analysten (Reuters-Konsens) hatten im Mittel mit einem Umsatz von 247 Millionen Euro, einem EBIT von 44 Millionen Euro und einem Überschuss von 17 Millionen Euro gerechnet.
Die Mengen bei Umschlag und Transport haben sich im dritten Quartal leicht erholt und damit den Eindruck einer konjunkturellen Bodenbildung bestätigt. "Für die kommenden Monate rechnen wir jedoch mit einem allenfalls moderaten Aufschwung", sagte der Vorstandsvorsitzende Klaus-Dieter Peters bei der Vorlage des Zwischenberichts. Angesichts des weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfelds und eines voraussichtlich saisonbedingt schwächeren vierten Quartals erwartet die HHLA, dass das Umschlagvolumen im Gesamtjahr 2009 auf den Container Terminals in Hamburg und Odessa voraussichtlich um über 30 Prozent und das Transportaufkommen im Hinterlandverkehr um über 20 Prozent unter den Rekordwerten des Vorjahres liegen wird. Daher bleibe es weiter ambitioniert, im Gesamtjahr auf Konzernebene einen Umsatz von 1 Milliarde Euro zu erwirtschaften. Dennoch erwartet die HHLA, dass sich die EBIT-Marge aus fortgeführten Aktivitäten am oberen Ende der prognostizierten Spanne von 14 bis 16 Prozent bewegen wird.
