Berlin (BoerseGo.de) - Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) rechnet für das Jahr 2010 mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosenzahlen um rund 500.000. Allein 300.000 dieser Jobs sollen in der Industrie verloren gehen.
Im Jahr 2009 hat sich der Arbeitsmarkt trotz der schweren Krise noch recht robust gezeigt. Dafür macht der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) auch die Reformen der Agenda 2010, die moderate Lohnpolitik und die Kurzarbeit verantwortlich. Die Krisenbetroffenheit sei jedoch heterogen, erläutert DIHK-Arbeitsmarktexperte Stefan Hardege unter Verweis auf eine aktuelle DIHK-Umfrage. Demnach fühlen sich nur 17 Prozent der Industriebetriebe, aber immerhin 42 Prozent der Dienstleister von der schwierigen Wirtschaftslage unbeeinträchtigt. Entsprechend seien Beschäftigungsverluste insbesondere in der KFZ-Branche und im Maschinenbau zu befürchten, so Hardege.
"Damit die Arbeitslosigkeit nicht stärker steigt, sind moderate Abschlüsse bei den anstehenden Lohnrunden wichtig", mahnt Hardege. In vielen Branchen seien als Folge der Krise keine Verteilungsspielräume vorhanden.
