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Arcelor Mittal und BHP Billiton wollen Eisenerz-JV gründen

DJ Arcelor Mittal und BHP Billiton wollen Eisenerz-JV gründen

PARIS (Dow Jones)--Der Stahlkonzern Arcelor Mittal will seine Eisenerzaktivitäten in Liberia und Guinea mit denen des Wettbewerbers BHP Billiton zusammenlegen. Entsprechende Gespräche zur Gründung eines möglichen Joint Ventures seien aufgenommen worden, teilte die Arcelor Mittal Group am Dienstag mit. Durch ein solches Gemeinschaftsunternehmen soll die Wettbewerbsfähigkeit der Eisenerz- und Infrastrukturbereiche in den beiden Ländern gestärkt werden.

Die beiden Unternehmen wollen nun in den kommenden Monaten über das Vorhaben beraten, um die Vorteile einer Partnerschaft auszuloten. Die Regierungen beider Länder sollen dabei mit einbezogen werden. Zum derzeitigen Zeitpunkt sei es zu früh, um über die Gesamtinvestitionen zu sprechen, sagte eine BHP-Sprecherin.

Die in Melbourne ansässige BHP Billiton Group hat erst vor kurzem ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Londoner Wettbewerber Rio Tinto plc zur Eisenerzförderung in Westaustralien gegründet. Das Projekt soll im zweiten Halbjahr anlaufen, sofern die Wettbewerbsbehörden zustimmen. Aus China kommt allerdings deutliche Kritik an dem Vorhaben. Die China Iron and Steel Association bezeichnete Mitte Dezember den Plan der Konzerne als eine Bedrohung der weltweiten Stahlmärkte.

China hatte Rio Tinto und BHP Billiton bereits Mitte 2009 mit Handelssanktionen in China gedroht, falls das Gemeinschaftsunternehmen ohne Genehmigung der dortigen Wettbewerbsbehörden entsteht. Peking befürchtet, dass im Zuge des Joint Ventures ein australisches Exportmonopol entstehen könnte. Um die Genehmigung der Kartellbehörden zu erhalten, müssten sich Rio Tinto und/oder BHP Billiton unter Umständen von Assets trennen, hieß es seinerzeit.

Webseiten: www.riotinto.com 
              www.bhpbilliton.com 
              www.arcelormittal.com 
 
   -Von Ruth Bender und Andrea Hotter, Dow Jones Newswires, 
   (0)69 29725 102, unternehmen.de@dowjones.com 
   (Chuin-Wei Yap, Stephen Bell und Ross Kelly aus Sydney 
   haben an der Meldung mitgewirkt.) 
   DJG/DJN/kla/has 
Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de 
 

(END) Dow Jones Newswires

January 19, 2010 03:40 ET (08:40 GMT)

Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.

© 2010 Dow Jones News
KI braucht Strom
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