Der fränkische Krankenhaus-Betreiber
Rhön-Klinikum
Hamann sieht sich bei Übernahmen nicht unter Zeitdruck, rechnet aber fest damit, dass der Druck auf die Kommunen in der Konjunkturkrise wächst, sich von Häusern zu trennen. "Der Markt dreht nun zum Käufermarkt, wir dürften auf der Hälfte des Weges angekommen sein." Die Privatisierung von Kliniken wird aus Sicht des Managers in vielen Fällen "alternativlos" sein. Nach dem erfolgreichen Auftritt mit der Kapitalerhöhung will sich das Rhön-Klinikum auch Finanzierungsquellen im Fremdkapitalmarkt erschließen. In diesem Jahr ist eine Anleihe über 110 Millionen Euro abzulösen, zudem läuft ein kleiner Schuldschein über 20 Millionen Euro aus.
KAPITALERHÖHUNG
Das Management hatte von Beginn an unterstrichen, dass die Mittel aus der Kapitalerhöhung nicht zur Tilgung von Schulden eingesetzt werden sollen. Das Unternehmen habe sich mehrere Optionen für die Refinanzierung überlegt und sei in der Entscheidungsphase, sagte der Manager. Der Finanzchef möchte nach eigenen Worten künftig auf der ganzen Klaviatur der Finanzierung spielen. Hamann signalisiert, dass der Konzern seine Ertragsziele 2009 erreicht hat - es werde keine Überraschungen geben. Die vorläufigen Zahlen sollen am 11. Februar veröffentlicht werden.
Rhön-Klinikum hat sich auf die Übernahme und Sanierung von öffentlichen Kliniken spezialisiert. Das Unternehmen zählt neben den zu Fresenius gehörenden Helios-Kliniken und dem Konkurrenten Asklepios zu den drei großen Krankenhausbetreibern in Deutschland./stb
ISIN DE0007042301
AXC0041 2010-02-07/17:28
